08.05.2012

Vollmer wie einst Maradona

Handspiel des Spielers aus Hohenlind führt zum 1:0 gegen Roland West

Im Spiel der Kreisliga B 2 zwischen Borussia Lindenthal-Hohenlind III und Roland West sorgte eine Fehlentscheidung des Schiedsrichters für die entscheidende Wendung. Dem Tor zum 1:0 für Hohenlind ging ein klares Handspiel von Manuel Vollmer voraus. Letztendlich gewannen die Gastgeber durch diese Unsportlichkeit gegen den Tabellenelften und festigten damit Platz zwei in der Tabelle. Roland West hat bei zehn Punkten Vorsprung auf Platz 14 dennoch nichts mehr mit dem Abstieg zu tun.

Es war ein Spiel voller Spannung, in dem der Schiedsrichter eine entscheidende Rolle spielte. Die Mannschaften begannen verhalten und es dauerte bis zur 14. Minute als ein Stürmer von Roland West den Ball über das Tor schoss. Kurz darauf bekam Hohenlind einen Freistoß aus gut 25 Meter Torentfernung zugesprochen. Tomas Krochta setzte den Ball nur knapp über das Tor. In der 31. Minute kam wieder der Gast gefährlich vor das Tor von Hohenlind und der Schuss verfehlte nur um Zentimeter das Ziel. Nur zwei Minuten später gab es einen Freistoß nach Foulspiel aus gut 20 Metern Entfernung für Roland West. Der Schütze wollte den Torwart, der noch seine Mauer stellte, mit einer schnellen Ausführung überraschen, doch der Schuss war zu harmlos, sodass er den Ball sicher aufnehmen konnte. In der 39. Minute dann die Riesengelegenheit für Hohenlind. Tomas Krochta ging allein auf das gegnerische Tor zu, doch der mitspielende Schlussmann der Gäste konnte den Ball noch zur Ecke klären. Mit 0:0 ging es nach 45 Minuten in die Kabine.

Nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild – beide Mannschaften waren auf Augenhöhe und Chancen waren Mangelware. Schließlich war es Manuel Vollmer, der in der 63. Minute aus 15 Metern auf das Gehäuse der Gäste schoss, aber der Torwart konnte den Ball noch an den Querbalken lenken und verhinderte mit diesem Reflex den Rückstand. Kaum war die Gefahr gebannt, sorgte der Schiedsrichter mit einer klaren Fehlentscheidung für die entscheidende Wende des Spiels. Nur eine Minute nach dem Lattentreffer wurde ein langer Ball auf Manuel Vollmer gespielt, der den Ball klar mit der Hand über den herauseilenden Torhüter spielte und ungehindert einschob. Jeder, sogar der Torschütze, rechnete mit einem Freistoß für Roland West, doch als der Schiedsrichter Richtung Mittelkreis zeigte, war allen klar, dass das Tor zählte _ trotz der Proteste der Gäste.

Roland West nach dem 0:1 mit Wut im Bauch

Nun wurde das Spiel zerfahrener und man merkte der Mannschaft von Roland West die Wut an. In der 71. Minute landete eine verunglückte Flanke der Gastmannschaft auf der Latte von Hohenlind. In der 89. Minute machte der Gastgeber den Sack zu und erzielte das 2:0. Manuel Vollmer wurde gut freigespielt. Er drang in den Strafraum ein, bewies Übersicht und spielte den mitgelaufenen Sven Malte Koch in der Mitte an. Dieser brauchte den Ball nur noch aus acht Metern Entfernung einschieben. Kurz darauf pfiff der Schiedsrichter die Begegnung ab.

Eckhard Garbrecht, der Trainer von Roland West, haderte nach der Partie mit dem Schicksal: „In der ersten Halbzeit hatten wir größere Schwächen in der neu formierten Defensive. Zu Beginn der zweiten Hälfte war es ein ausgeglichenes Spiel bis zu diesem kuriosen 1:0 für Hohenlind. Danach waren meine Jungs frustriert und aggressiv und haben die Ordnung verloren. Es gab kaum noch Entlastungsangriffe. Ich hätte mir mehr Durchsetzungsvermögen beim 1:0 vom jungen Schiedsrichter gewünscht.“

Marc Gottschalk, Trainer Lindenthal-Hohenlind III, sagte: „Wir haben uns auf ein schweres Spiel gegen Roland West eingestellt und es war ein Duell auf Augenhöhe. Am Ende haben wir nicht unverdient gewonnen.“

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