Mein Rheinfussball

24.04.2017

Abstiegskampf nimmt klare Formen an

Landesliga 1: Durch zwei Rückzüge wird es nur noch zwei Teams treffen – und die kristallisieren sich bereits nach 21 Spieltagen heraus.

Wie im letzten Jahr steckt Marialinden tief im Abstiegskampf - doch diesmal ist die Lage noch deutlich prekärer. / Foto: Eichholz

Die Landesliga 1 stand in der letzten Spielzeit für Spannung bis zum Schluss. Keiner konnte sich seiner Position sicher sein, über den Meister, die Aufsteiger und Absteiger herrschte erst auf der absoluten Zielgeraden Klarheit. Das könnte in diesem Jahr anders laufen.

Aus „Spannung an allen Ecken und Enden“ mach „Spannung im Mittelfeld der Tabelle“ – denn dort sind es tatsächlich nur wenige Zähler, die die Konkurrenten voneinander trennen. Der Achtplatzierte, die SV Deutz 05, hat den Tabellenvierten vom FV Wiehl nämlich noch voll im Blick und ist nur fünf Zähler hinter den Oberbergischen angesiedelt. 


Etwas deutlicher kristallisieren sich bereits die Kandidaten ganz oben und ganz unten heraus: Während in Sachen Aufstieg der FC Pesch (49 Punkte), der SSV Merten (44) und der SV Schlebusch (41) einsam ihre Kreise ziehen und von dem FV Wiehl auf Rang Vier (33) nicht mehr zu erreichen sind, ist der Abstiegskampf durch die beiden Rückzüge unter der Saison wohl ebenfalls nur noch Formsache: Sowohl der VfL Leverkusen als auch die SG Worringen meldeten ihre Ligavertretung im laufenden Spielbetrieb ab und reduzierten dadurch die Absteiger auf zwei weitere. Heißeste Kandidaten für den Abgang in die Bezirksliga sind der TuS Marialinden und Aufsteiger Hertha Rheidt mit 13 bzw. 12 Zählern. Der Rückstand auf den GSKC Hürth auf Rang 12 beträgt bereits acht bzw. neun Punkte. 

Bereits im letzten Jahr hatte der TuS lange gegen den Abstieg gekämpft, erst im letzten Spiel beim Shoot-Out gegen den FV Honnef rettete sich Marialinden. In den verbleibenden Begegnungen, die unter anderem gegen Frechen 20, Pesch und Wiehl ausgetragen werden, müssen auf Biegen und Brechen Zähler her. Ähnlich ergeht es dem FC Hertha Rheidt, der als Aufsteiger ohnehin einen ganz schweren Stand in der Staffel hatte. Doch die 1916er geben sich nicht auf und müssen dennoch immer wieder unglückliche Niederlagen hinnehmen – so wie am Wochenende gegen die SpVg Frechen 20, als Granit Rama die Hertha mit seinem 2:1-Siegtreffer in der Nachspielzeit versenkte. Bei den restlichen Spielen, bei denen neben dem vorentscheidenden Duell gegen Marialinden noch Kracherduelle gegen Pesch, Wiehl, Deutz und Schlebusch aussstehen, klingt die Mission Klassenerhalt unrealistisch. Immerhin: In der nächsten Woche haben die Niederkasseler spielfrei und können sich intensiv auf die Wochen der Wahrheit vorbereiten.  

Autor: Judith Zacharias

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