Mein Rheinfussball

10.05.2017

Mike Wunderlich verrät das Erfolgsgeheimnis

Fünf Jahre benötigte der FC Viktoria Köln um das große Vorhaben Regionalliga-Meisterschaft zu realisieren. In der Saison 16/17 klappte es mit dem Titel.

"Ich glaube, dass das mit mein bestes Jahr war seitdem ich bei der Viktoria bin!" /Bild: Ralph Augstein

Die Viktoria machte die Meisterschaft einige Wochen vor dem Saisonende klar und spielte insgesamt eine souveräne Serie. Letztendlich hatten die ärgsten Verfolger Borussia Dortmund II und Borussia Mönchengladbach II keine Chance gegen eine stabile, starke Viktoria. Die Kölner treffen in der Aufstiegsrelegation auf Nordost-Titelträger FC Carl Zeiss Jena.


RevierSport sprach mit Kölns Kapitän und Torjäger Mike Wunderlich (27 Treffer) über die Meister-Saison und das Erfolgsgeheimnis der erfolgreichen Serie sowie die Aufstiegsspiele gegen Jena.

Mike Wunderlich, was war in dieser Spielzeit ausschlaggebend, dass die Viktoria das Rennen zu ihren Gunsten entschied?

Wir haben Ruhe bewahrt. Sowohl zu Beginn der Saison als wir zweimal Remis spielten, als auch nach der bitteren Derby-Niederlage gegen Köln II und nicht zuletzt nach den zwei missglückten Spielen vor der Winterpause. Wir waren immer fokussiert, konzentriert und ruhig. Das war in den vergangenen Jahren nicht immer der Fall. Es gab diesmal keine großen Transfers oder Nebengeräusche. Wir haben sportliche Argumente geliefert und Siegesserien hingelegt. Der Erfolg bei Borussia Dortmund, den wir nach einem sehr glücklichen Tor eingefahren haben, war für mich persönlich ein entscheidender Faktor. Da habe ich gedacht, wenn man auch mal das Quäntchen Glück in solchen Spielen hat, dann muss das diese Saison einfach klappen. Und es hat geklappt (lacht).

Welchen Anteil hat Trainer Marco Antwerpen an diesem Titel?

Einen sehr großen. Er hat es geschafft, alle Spieler zu begeistern, mitzureißen und mitzunehmen. Er hat immer wiederholt, dass alle Mann benötigt werden und das war keine Luftblase. Ich glaube, dass jeder Spieler auf seine Spielzeiten gekommen ist. Jeder Einzelne ist ein vollwertiges Mitglied des Kaders und das ist ein wichtiges Gefühl für einen Spieler. Auch Co-Trainer Claus Costa hat einen tollen Job gemacht. Er ist nah an der Mannschaft dran und hat immer ein offenes Ohr. In der letzten Saison war er ja noch Spieler. Er hält alle bei Laune.

Für Sie persönlich war es auch eine tolle Saison...

Ja, ich glaube, dass das mit mein bestes Jahr war seitdem ich bei der Viktoria bin. In den letzten beiden Spielzeiten haben mich immer Verletzungen viele Wochen zurückgeworfen. Jetzt bin ich ohne Blessuren durchgekommen und habe meine Leistung gebracht. Ich spiele immer für die Mannschaft und freue mich, dass ich ihr mit meinen Toren helfen konnte. Aber wir sind ja noch nicht am Ziel.

Carl Zeiss Jena wartet in der Relegation. Es hätte auch ein wenig leichter kommen können, oder?

Ich hatte keinen Wunschgegner. Das sind typische Fifty-Fifty-Spiele. Da entscheiden Kleinigkeiten, oft die Tagesform. Jena hat einen kleinen Vorteil, dass sie zuerst in Köln spielen und dann zuhause. Da wird mit Sicherheit eine ganz besondere Atmosphäre herrschen. Auch in Köln wird das Stadion wohl mit der Hälfte aus Jena gefüllt sein. Aber das darf und wird uns nichts ausmachen. Wir sind alles erfahrene Spieler und haben lange und hart auf diese Spiele hingearbeitet. Jetzt wollen wir auch die Regionalliga verlassen und in die 3. Liga aufsteigen.

Quelle: Krystian Wozniak / RevierSport

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