Mein Rheinfussball

23.06.2017

„Deutliche Verbesserungen für die Vereine“

Im Spielbetrieb des Fußball-Verbandes Mittelrhein (FVM) wird es zur kommenden Saison einige Änderungen geben.

Diese sollen sich künftig noch mehr an den Bedürfnissen und Wünschen der Vereine orientieren und wurden im Rahmen des FVM-Pressegesprächs in der Sportschule Hennef mitgeteilt, betreffen in erster Linie die Abstiegsregelung, Gelbsperren, den Bitburger-Pokal, die Überprüfung der Spielberechtigungen und die Sportgerichtsbarkeit.

Die Zahl der Absteiger aus der Mittelrhein- und den Landesligen reduziert sich ab der kommenden Saison auf nur noch drei Mannschaften. „Vier Mannschaften waren ja 25 Prozent der gesamten Staffel“ so Markus Müller, Verbandsspielausschussvorsitzender des FVM.

Die Gelbsperre nach jeweils fünf Verwarnungen greift ab der Spielzeit 2017/18, wie zuvor bereits schon in der höchsten Verbandsklasse, auch in der Landesliga. Die Bezirksliga bleibt noch von dieser Regelung ausgenommen, doch auch dort soll die Gelbsperre mittelfristig kommen. Nach Einführung in der Mittelrheinliga habe der Verband bereits Verbesserungen in Sachen Fairness festgestellt.

Im Bitburger-Pokal werden die klassentieferen Vereine ab sofort bis zum Halbfinale Heimrecht genießen. Bisher galt diese Regelung nur in den ersten beiden Runden. Die einzige Ausnahme ist, dass die neun Kreispokalsieger in der ersten Runde unabhängig von ihrer Spielklasse zu Hause spielen dürfen, auch wenn sie der klassenhöhere Club sind.
 
Bei der Überprüfung einer Spielberechtigung erhalten die Unparteiischen ab der nächsten Saison Zugriff auf elektronische Spielerpässe, die mit dem Bild des betreffenden Kickers online hinterlegt sind.

Im Rahmen der Sportgerichtsbarkeit werden derweil die Spruchkammern mit ihren mündlichen Verhandlungen abgeschafft und durch Sportgerichte ersetzt. Ab dem 1. Juli tritt im Westdeutschen Fußballverband (WDFV) eine neue Rechts- und Verfahrensordnung mit 74 Paragrafen in Kraft, die „deutliche Verbesserungen für die Vereine mit sich bringt“ so Björn Schiffbauer, Vorsitzender des FVM-Ausschusses für Rechts- und Satzungsfragen.

In Zukunft sollen Einzelrichter in schriftlichen Verfahren ihre Urteile fällen, dabei vor allem moderne Kommunikationsmittel nutzen und dafür 14 Tage Zeit haben. Mündliche Verhandlungen soll es bei Fällen mit schwieriger Beweisaufnahme oder auf Antrag der Vereine weiterhin geben. Die neue Form der Rechtssprechung wird auf jedenfall schneller und auch billiger, denn: „Das kostet die Clubs nichts“ so Schiffbauer.

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