03.07.2017

Stadionneubau erscheint wirtschaftlicher

In einem von der Kölner Sportstätten GmbH in Auftrag gegebenen Zwischenbericht führen die Prüfer einige Hindernisse auf, die einem Ausbau des RheinEnergieSTADIONS im Wege stehen.

Für eine Erweiterung würden auch Flächen der denkmalgeschützten Abel-Bauten benötigt.

Die Auflistung der verschiedenen Probleme lässt den Eindruck entstehen, dass ein Neubau an anderer Stelle gegenüber einem Ausbau die einfachere Lösung sein könnte. Die beauftragten Experten weisen allerdings darauf hin, dass der Bericht derzeit noch nicht „als verlässlich“ eingestuft werden kann. Geprüft wurden drei verschiedene Varianten.

Die kleinste beinhaltet einen Stadionausbau auf 60.000 Plätze und wäre wohl auch umsetzbar. Laut dem Kölner Stadtanzeiger hält der 1. FC Köln diese Möglichkeit allerdings für unwirtschaftlich. Bein einer Anhebung der Kapazität auf 67.000 oder 73.000 Zuschauer vor würde ein neuer Oberrang entstehen. In diesem Fall müsste das Stadion verbreitert werden. Hierfür würden Flächen der denkmalgeschützten Abel-Bauten benötigt und angrenzende Bäume müssten gefällt werden.

Neben der baulichen Veränderung am Stadion wäre auch ein Ausbau der Infrastruktur nowendig. Diese beinhalten die Erhöhung der Parkplätze, eine Erweiterung der Straßenbahn-Station, Fahrradabstellplätze, zusätzliche Bushaltestellen und außerdem ein Schutzkonzept für die Anwohner. Erfahrungen aus anderen Städten zeigen laut Stadtanzeiger, dass die Kosten für solche Maßnahmen schnell auf einen dreistelligen Millionenbetrag ansteigen können. Generell fehlen im gesamten Bericht noch verlässliche Kostenkalkulationen.

Ihren Abschlussbericht wollen die Prüfer bereits Mitte Juli vorlegen. Der 1. FC Köln drängt auf eine schnelle Entscheidung und möchte bis Ende des Jahres Klarheit haben.

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