29.07.2017

Traumstart mit blütenweißer Weste

Die Fortuna gewinnt durch einen Doppelpack von Dahmani mit 2:0 in Jena

Torjäger Hamdi Dahmani hat die Fortuna in Jena zum Sieg geschossen. Foto: Fortuna

Traumstart für die Fortuna in Liga drei. Nach dem 1:0-Heimsieg gegen Aalen gewann die Mannschaft von Trainer Uwe Koschinat auch das Auswärtsspiel beim FC Carl Zeiss Jena mit 2:0. Hamdi Dahmani erzielte beide Tore für die Gäste aus Köln vor 5.100 Zuschauern auf dem Ernst-Abbe-Sportfeld. Mit sechs Punkten und 3:0-Toren weisen die Südstädter nach zwei Spieltagen eine makellose Bilanz auf.

„Mit dem 1:0 war das Momentum auf unserer Seite. Wir haben dann den Ball gut zirkulieren lassen. In den letzten zehn Minuten ist uns die Souveränität ein wenig verloren gegangen. Aufgrund der ersten 20 Minuten in Halbzeit zwei ist der Sieg verdient. Wir haben im richtigen Moment zugeschlagen. Mit sechs Punkten lebt es sich jetzt sehr gut“, sagte Uwe Koschinat. 

Die Fortuna begann in Jena mit derselben Aufstellung wie am ersten Spieltag. Sprich mit Markus Pazurek im defensiven Mittelfeld, Lars Bender als linkem Außenverteidiger. Der genesene Nico Brandenburger stand somit nicht in der Startelf. Die Hausherren gingen gleich ruppig in die Zweikämpfe. Gefühlt lag in der ersten Viertelstunde alle 30 Sekunden ein Kölner auf dem Boden. Jena hatte aber wenig Mittel gegen die gut organisierte Fortuna in den ersten 45 Minuten. Nach 16. Minuten hatte Daniel Keita-Ruel die Führung auf dem Fuß. Robin Scheu eroberte den Ball von Jan Löhmannsröben, Keita-Ruel umkurvte Jeans Keeper Raphael Koczor, Matthias Kühne blockte den Schuss ins verwaiste Tor aus acht Metern in letzter Sekunde ab. „Ich hatte auf den Rückpass spekuliert. Ich muss ihn eigentlich nur noch reinschieben, ich wollte den Ball aber querlegen, und dann kam noch ein Abwehrspieler dazwischen“, schilderte der Kölner Angreifer die Szene. Das hätte das 0:1 sein müssen.

Vier Minuten danach die nächste gute Gelegenheit. Erneut war Scheu der Initiator. Hamdi Dahmani legte den Ball quer auf die linke Strafraumgrenze rüber. Der freistehende Manuel Farrona Pulido zeigte aber einen kläglichen Schussversuch. Sieben Minuten vor dem Wechsel die erste und einzige Chance für Jena. Die war aber dann richtig gut. Nach einem langen Ball von Justin Gerlach lief René Eckardt links auf und davon und hatte eine gute Position. Aber der Kapitän von Carl Zeiss verzog den Schuss, der Ball flog recht deutlich rechts über das gegnerische Gehäuse.

80 Sekunden waren im zweiten Spielabschnitt gespielt, da zappelte der Ball im Netz der Hausherren. Erneut trafen die Kölner nach einer Standardsituation. War es gegen Aalen noch ein Einwurf gewesen, der zum 1:0 führte, war es dieses Mal eine Ecke von Maik Kegel. Markus Pazurek verlängerte mit dem Kopf, Hamdi Dahmani hielt den Fuß rein und traf aus kurzer Entfernung. Keine zehn Minuten später gab es die Vorentscheidung: Manuel Farrona Pulido eroberte gegen Kühne den Ball, spielte ihn von der linken Seite klug nach innen und erneut Dahmani traf mit der Innenseite überlegt in die kurze Ecke aus 16 Metern zum 0:2.

Nach 68 Minuten hatte erneut Keita-Ruel einen Treffer und die endgültige Entscheidung auf dem Fuß. Nach klugem Zuspiel von Pazurek umkurvte der Neuzugang wiederum Koczior, aber aus spitzem Winkel traf der Stürmer von der linken Seite nur den Außenpfosten. Die erste Chance für Jena nach 74 Minuten war ein Zufallsprodukt. Nach einem langen Ball fiel Tuma ein abgefälschter Ball auf den Fuß, aber Tim Boss gewann das Duell mit dem Spieler aus Jena. Das gab den Thüringern noch einmal Rückenwind. Tuma setzte sich links durch, passte nach innen, dort traf aber Sucsuz freistehend aus ein paar Metern den Ball nicht richtig. Kurz danach kam Ali Ceylan für Farrona Pulido in die Partie. Der 19-Jährige aus der eigenen A-Jugend feierte somit sein Drittliga-Debüt. Auch Neuzugang Okan Kurt ersetzte Hamdi Dahmani unmittelbar im Anschluss. Zu guter Letzt kam auch Brandenburger noch für Scheu (88.).

„Unser Matchplan ist aufgegangen. Wir haben die Zweikämpfe angenommen und unsere Chancen genutzt. Das war ein sehr gutes Spiel von uns. Wir waren direkt da und wach“, freute sich der Doppel-Torschütze Hamdi Dahmani.

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