19.08.2017

Fortuna furios: Koschinat-Kicker feiern vier Volltreffer

Hausherren lassen Karlsruhe im Südstadion keine Chance

Fortunas Bernard Kyere lässt seiner Freude nach dem Treffer zum 2:0 freien Lauf. Foto: Fortuna Köln

Der Jubel war lautstark und nicht zu überhören: Die 3886 Zuschauer im Südstadion ließen ihrer Freude freien Lauf – zumindest die, die ihr Herz an die Fortuna vergeben hatten. Und das zurecht: Die Mannschaft von Trainer Uwe Koschinat zeigte im Heimspiel gegen den Karslruher SC phasenweise furiosen Fußball. Der Lohn der Mühen: Vier Volltreffer und ein klarer Erfolg gegen die Badener. Und: Fortuna steht damit mit 13 Punkten vorerst an der Spitze der Drittliga-Tabelle. 

Die Partie begann allerdings erst einmal verhalten. Der KSC ließ die Fortuna kommen – doch der erste Angriff endete nach einem Schuss von Daniel Keita-Ruel in der neunten Minute an der Latte. Doppeltes Pech: Selbst, wenn der Ball reingegangen wäre, hätte der Treffer wegen einer Abseitsstellung nicht gezählt. Für die Koschinat-Kicker aber schien dies nur der Startschuss für einen munteren Kick gewesen zu sein. Denn: Nur zwei Minuten später zappelte das Spielgerät tatsächlich in den Maschen – und der Treffer zählte. Was war passiert? Manuel Farrona Pulido hatte im KSC-Strafraum für Betrieb gesorgt, sich aber beinahe fest gedribbelt. Sein Schuss jedoch wurde von Karslruhes Kai Bülow ins eigene Netz abgefälscht – 1:0 für die Gastgeber.

Schnelles 3:0 nach dem Seitenwechsel

Seltenes Bild: Karlsruhes Keeper Benjamin Uphoff kann klären. Foto: Fortuna Köln.

Abermals nur eine Minute später hatte Farrona Pulido die nächste Chance, diesmal aber konnte KSC-Keeper Benjamin Uphoff parieren (12.). Fortuna blieb gegen die durch den ersten Treffer angeschlagen wirkenden Karlsruher am Drücker, konnte jedoch zunächst nichts weiteres Zählbares herausholen, weil Hamdi Dahmani nach 28 Minuten scheiterte. Doch das 2:0 sollte anschließend nur noch weitere fünf Minuten auf sich warten lassen. Im Anschluss an einen Freistoß von Maik Kegel setzte Bernard Kyere zum Kopfball an und bugsierte das Leder so über die Linie (33.). Karlsruhe hatte dem nur eine Chance entgegenzusetzen, als Burak Camoglu eine Minute vor dem Seitenwechsel vor Fortunas Schlussmann Tim Boss auftauchte. Es blieb jedoch beim 2:0-Pausenstand für die Südstädter.

Nach Wiederbeginn vergab zunächst Keita-Ruel für die Fortunen (48.), nur zwei Zeigerumdrehungen danach „klingelte“ es dann allerdings erneut: Robin Scheu war nach einem Kegel-Freistoß zur Stelle und traf aus kurzer Distanz zum 3:0 (50.). Keita-Ruel hatte anschließend in der 73. Minute Pech. Auf der anderen Seite kam Karlsruhe nach 79 Minuten durch Bülow und Alexander Siebeck gefährlich vor den Fortuna-Kasten, doch Kyere und Boss klärten gemeinschaftlich. Für den 4:0-Schlusspunkt sorgte zwei Minuten vor dem Ende dann der eingewechselte Lars Bender (88.). „Das war für Drittligaverhältnisse eine vorzeigbare Leistung. Es hat Spaß gemacht. Im Moment läuft sehr viel positiv, weil viele Dinge zusammenpassen“, lobte Coach Koschinat den Auftritt seiner Mannschaft. 

Kommentieren

Vermarktung: