19.10.2017

„Wollen uns so teuer wie möglich verkaufen“

In der ersten Runde des Bitburger-Pokals empfängt SC Borussia Lindenthal Hohenlind den Regionalligisten Alemannia Aachen.

Nach dem Aufstieg und guten Saisonstart wartet auf Hohenlind im Pokal das nächste Highlight. / Bild: SC Borussia Lindenthal-Hohenlind

Es ist womöglich das größte Spiel der Vereingeschichte, zu dem der Landesligist heute Abend auf der heimischen Westkampfbahn (Anstoß 19:30 Uhr) antritt. Mit der Alemannia zog der Club aus dem Schatten des großen RheinEnergieStadions ein echtes Traumlos. Umso überraschender kam demnach auch die Entscheidung, die Partie gegen den Traditionsverein auf der heimischen Westkampfbahn auszutragen. Ein Umzug, beispielsweise ins Franz-Kremer-Stadion, wäre jedoch wohl nicht wirtschaftlich gewesen. Zudem kam von Seiten der Aachener Fanvertreter die Zusicherung, dass die eigenen Anhänger bei kleineren Clubs keinen Ärger machen.

Auch aus sportlicher Sicht ist die Vorfreude bei Hohenlind riesengroß: „Ich glaube, dass sich die Mannschaft das auch mal verdient hat, auf so einen Gegner zu treffen. Wir sind natürlich klarer Aussenseiter, wollen uns aber so teuer wie möglich verkaufen und nicht nur ein guter Gastgeber sein“ so Borussias Trainer Daniel Constantino.

Im Spiel des Jahres muss der Übungsleiter allerdings verletzungsbedingt auf einige Spieler verzichten: „Nichtsdestotrotz haben wir einen guten Kader, der sich riesig auf dieses Spiel und darüber freut, vor heimischer Kulisse und großem Publikum spielen zu dürfen“ so Constantino.

Wie jeden Gegner ließ der 35-jährige Coach auch die Alemannia beobachten: „Das ist eine Mannschaft mit sehr viel Qualität, die unter ganz anderen Bedingungen trainiert und Fussball spielt. Wir haben einen Matchplan, wollen es ihnen so unangenehm und schwer wie möglich machen, das über die ganze Distanz durchziehen. Wir müssen kollektiv gut verteidigen, das wird entscheidend sein, wollen aber auch mutig spielen und uns nicht ausschließlich auf die Defensive konzentrieren.“

Dass sich sein Team überhaupt für die erste Runde des Bitburger-Pokals qualifizierte, verdankt es seinem Sieg im „kleinen Finale“ des Kölner Kreispokals. Dort wurde der A-Ligist Rheinkassel-Langel mit 3:2 (VIDEO-Spielbericht) besiegt. Im Halbfinale war Hohenlind zuvor am Mittelrheinligisten FC Pesch gescheitert. In der Landesliga belegt der Aufsteiger derweil nach acht Spieltagen einen hervorragenden dritten Platz und verlor erst eine Begegnung.

Die Alemannia war noch am Montag im Livespiel auf Sport1 beim Bonner SC gefordert und siegte dort mit 0:2 (Spielbericht), bestätigte damit ihren Aufwärtstrend. Mittlerweile ist die Mannschaft von Trainer Fuat Kilic seit fünf Spielen ungeschlagen und kletterte in der Tabelle der Regionalliga West auf Platz Neun. Für den Pokal war Aachen als Viertligist automatisch qualifiziert.


Einlass auf des Westkampfbahn ist ab 18:30 Uhr. Tageskarten sind an der Abendkasse erhältlich. Wer es nicht in den Sportpark Müngersdorf schafft, der kann die Begegnung auch ab 19:30 Uhr LIVE bei ➡RHEINKICK.TV⬅ verfolgen!

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