16.11.2017

Herkenraths sportlicher Leiter über den Trainerwechsel

„Benötigten einen erfahrenen Assistenten, der sich hinter einem jungen Trainer ins zweite Glied stellt"

Nur einmal zusammen an der Seitenlinie: André Kreuer und Reinhold Höck. / Bild: Nikola Antoski

Turbulente Tage am Braunsberg: Am Samstag wurde mit Reinhold Höck ein bekannter Mann als Co-Trainer verpflichtet, am Sonntag spielte die Mannschaft gegen den Aufsteiger FC Pesch nur 0:0 und am Dienstag gab der TV Herkenrath die Trennung vom bisherigen Chefcoach André Kreuer bekannt. RHEINFUSSBALL sprach mit dem sportlichen Leiter Oliver Bonato über die Hintergründe des Trainerwechsels und die weiteren Pläne des Clubs.

Der TVH steht in der Mittelrheinliga auf einem guten dritten Platz. Insofern kam die Trennung von André Kreuer für Aussenstehende etwas überraschend : Wie kam es aus Ihrer Sicht dazu?
Ich denke, dass die Kommunikation nicht so war, wie André sie sich vorgestellt hätte. Aber nochmal: Wir haben uns erst nach intensiven Gesprächen dazu entschlossen, getrennte Wege zu gehen. Die Meinungen über die sportliche Ausrichtung haben sich zwischen Verein und Trainer in den letzten Wochen stark auseinander bewegt.

Mit Interimstrainer Reinhold Höck wurde erst am Samstag ein erfahrener Mann als Assistent vorgestellt. Was entgegen sie Kritikern, die sagen, dass er bereits als designierter Chefcoach verpflichtet wurde?
Das war niemals unser Plan! Nachdem der bisherige Co-Trainer Willi Baseng sein Amt niederlegen wollte, blieb uns nicht viel Zeit und wir benötigten einen neuen Assistenten, der Erfahrung hat und sich hinter so einen jungen Trainer ins zweite Glied stellt. Die Wochen bis zur Winterpause sollte er nutzen, um die Mannschaft kennenzulernen und dann in der Vorbereitung die Urlaubsvertretung für André Kreuer zu übernehmen.

In einem lokalen Medium war sogar von einer Intrige gegen Kreuer die Rede. Was können Sie dazu sagen?
Das war bei Radio Berg, richtig! Der Bericht wurde - meine ich - dreimal geändert. Und das sagt schon alles über den entsprechenden Redakteur aus.

Es hieß, dass Höck erstmal eine Interimslösung bis Winter sei: Wie soll es danach weitergehen?
Wir werden uns nach den verbleibenden drei Spielen zusammensetzen und dann alle Möglichkeiten besprechen.

Welche Ziele sollen mit dem TV Herkenrath in dieser Saison noch erreicht werden?

Ziel ist immernoch der Aufstieg in die Regionalliga. Und wenn Ruhe einkehrt, da nehmen wir uns vom Vorstand nicht aus, ist mit dieser Mannschaft wirklich alles möglich. Denn eines ist sicher: Bis jetzt hat diese Truppe nicht alles abgerufen, was sie drauf hat!

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