17.11.2017

„Wir haben mittlerweile eine gute Strategie am Boden“

Fortuna empfängt am Samstag Magdeburg zum Drittliga-Schlager

Ein kongeniales Duo: Hamdi Dahmani (kniend) und Daniel Keita-Ruel. Foto: Fortuna

Die Fortuna empfängt am Samstag (14 Uhr) den 1. FC Magdeburg zum Drittliga-Schlager im Südstadion. Und der Trainer sieht „gute Argumente“, dass sein Team im Duell des punktgleichen Zweiten mit dem Dritten erfolgreich sein kann. Die Gäste aus Sachsen-Anhalt sind seit drei Spielen sieg- und torlos. Gegen die Kölner konnte der 1. FCM in vier Spielen nicht gewinnen. „Das sind alles Fakten, die nicht gegen uns sprechen“, so Uwe Koschinat. „Da haben wir sicher einen kleinen psychologischen Faktor auf unserer Seite.“

Die Länderspielpause hatten die Kölner zu einem Test genutzt und das Duell der Fortunen mit 3:1 (Tore: Kurt und Dahmani (2)) in Düsseldorf beim Zweitligisten nach einem guten Auftritt gewonnen. In der Vorbereitung waren die Tests noch regelmäßig durchwachsen gewesen, dennoch startete die Koschinat-Elf in der Saison turbomäßig durch und ist seit dem zweiten Spieltag unter den ersten Drei der Tabelle zu finden. Ein schlechtes Omen für Magdeburg? „Ich habe genauso gedacht. Oh Gott, jetzt können wir auch noch Tests“, sagt Koschinat im Scherz. „Das gibt uns Selbstsicherheit“, betont er aber auch.

Mit Magdeburg erwartet die Fortuna ein ähnlicher Gegenspieler. Beide Teams sind physisch und athletisch stark, setzen auf Wucht und Tempo. Koschinat glaubt, dass über Wohl und Wehe aber andere Dinge entscheiden könnten. „Vielleicht wird es einer spieltechnischen Überlegenheit bedürfen. Mittlerweile sind das auch Attribute, die uns auszeichnen. Wir haben nun eine gute Strategie am Boden und können mit einer größeren Vielfalt auf den Gegner reagieren. Als Beispiel nenne ich mal unser Überzahlspiel gegen Erfurt und zuletzt in Münster. Da hat man die Konstellation auch gemerkt.“

Erleichtert ist Koschinat, dass er auf Bernard Kyere zurückgreifen kann. Der Innenverteidiger hat seine Adduktorenprobleme überwunden und seit Donnerstag vollumfänglich trainiert. Überraschend hat sich auch Robin Scheu nach seinem Außenbandriss schon wieder fit gemeldet. „Das ging nur dank der extrem professionellen Einstellung des Spielers und der überragenden Arbeit unseres Physiotherapeuten Christian Osebold.“ Nicht zum Kader gehören wird Manuel Farrona Pulido. „Er trainiert zwar schon wieder in höheren Intensitäten, aber das wäre wahnwitzig gewesen“, sagt Koschinat. Der Ex-Magdeburger, der nun schon sieben Wochen fehlt, hatte aufgrund einer Reizung zunächst zwei Wochen ausgesetzt und sich dann nach zwei Übungseinheiten einen Muskelfaserriss zugezogen. Aufgedrängt für die vakante Position auf der linken Außenbahn hatte sich zuletzt Okan Kurt. „Er ist dort derzeit meine erste Wahl.“

Einen guten Eindruck, so der Coach machte im Test in Düsseldorf auch Amir Falahen als zweite Spitze neben Daniel Keita-Ruel und Christopher Theisen in ungewohnter Position als linker Innenverteidiger. Nach jetzigem Stand wird Florian Hörnig kein Vertragsangebot erhalten. Der ehemalige Abwehrspieler der Fortuna kam in Düsseldorf in der zweiten Halbzeit zum Einsatz. „Er kann so lange wie er will hierbleiben. Er ist voll integriert in den Trainingsbetrieb. Aber wir reden nicht über eine Konstellation, die in einem Vertragsverhältnis enden wird. Wir haben uns vor der Saison ja bewusst dafür entschieden, frischen Wind in den Kader zu bringen. Außerdem will ich mir auch für das Transferfenster im Winter Möglichkeiten offenhalten“, so Koschinat.

Kommentieren

Vermarktung:

Mehr zum Thema

Wettbewerbe