13.12.2017

„Hinterlasse eine intakte Mannschaft mit einer vernünftigen Tabellensituation“

Marco Antwerpen wurde heute offiziell bei Preußen Münster vorgestellt.

Marco Antwerpen und Kurtulus Öztürk (r:) betreuen ab sofort Preußen Münster / Bild: Ralph Augstein

Nach turbulenten Tagen fand die Ära Antwerpen bei Viktoria Köln gestern offiziell ihr Ende. Die Höhenberger einigten sich mit dem Drittligisten und erteilten dem Fussballlehrer – gemeinsam mit seinem Co-Trainer Kurtulus Öztürk – die Freigabe für einen Wechsel nach Münster. Über die Höhe der Ablöse wurden keine offiziellen Angaben gemacht. Sie soll nach Informationen von RevierSport aber bei rund 30.000 Euro liegen.

Bei seiner Vorstellung in Münster, wo er bereits zwischen 1996-2008 dreimal als Spieler aktiv war, sagte Antwerpen: "Ich freue mich über meine Rückkehr. Preußen ist eine Marke. Es kann einen stolz machen, hier Trainer zu sein.“ Darüber hinaus bestätigte der 46-Jährige, dass ihm im Sommer bereits ein Angebot des Ligakonkurrenten Sportfreunde Lotte vorlag. Dieses habe er jedoch abgelehnt, „weil ich meine neu zusammengestellte Mannschaft in Köln nicht im Stich lassen wollte.“ Nun sei die Situation bei der Viktoria eine andere. Zwar seien seine Spieler auch jetzt enttäuscht gewesen, „aber ich hinterlasse eine intakte Mannschaft mit einer vernünftigen Tabellensituation“ so Antwerpen über seinen Abschied vom Spitzenreiter der Regionalliga West.


"Ich möchte mich bei der Viktoria für den konstruktiven Austausch und das Entgegenkommen bedanken. Marco hat sich in Köln als Trainer sehr gut entwickelt und gezeigt, dass er auch große Herausforderungen meistern kann. Er weiß, wie man Spiele gewinnt und soll das jetzt auf unsere Mannschaft übertragen. Dass er den Verein und sein Umfeld so gut kennt, ist in unserer schwierigen Situation außerdem ein großer Vorteil“ freute sich SCP-Sportdirektor Malte Metzelder gegenüber RevierSport, dass die Verpflichtung des Wunschkandidaten nach den vielen Irritationen letztendlich geklappt hatte.

Bei der Viktoria übernimmt derweil bis auf weiteres Roland Koch, der Leiter des Nachwuchsleitungszentrums, den Trainerposten und wird auch am Samstag gegen Alemannia Aachen an der Seitenlinie stehen. Rund 50 externe Kandidaten sollen sich aber bereits um die vakante Stelle beworben haben.

Die Chronologie der Ereignisse:

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