26.11.2016

Auf Dahmani ist erneut Verlass

Fortuna holt beim 1:1 in Paderborn einen verdienten Punkt _ Gelb-Rot für Theisen

Coach Uwe Koschinat konnte mit dem Verlauf der englischen Woche zufrieden sein. Foto: Fortuna

Das war ein guter Abschluss der englischen Woche. Nach dem Heimsieg am vergangenen Freitag gegen den FSV Zwickau und dem Einzug ins Pokal-Viertelfinale gegen Alemannia Aachen am Mittwoch sicherte sich die Fortuna auch am Samstag vor 3.709 Zuschauern beim SC Paderborn einen verdienten Punkt. Den Führungstreffer zum 1:0 für die Südstädter markierte Hamdi Dahmani. Es war bereits dessen siebtes Saisontor nach glänzender Vorarbeit von Michael Kessel. Paderborn kam erst fünf Minuten vor dem Abpfiff durch Joker Dedic zum Ausgleich. Kurz vor dem Ende sah Christopher Theisen auf Seiten der Kölner noch Gelb-Rot.

Trotz der kräftezehrenden Partien gegen Zwickau und in Aachen im Pokal setzte Trainer Uwe Koschinat zum Ende der englischen Woche auf die zehn Feldspieler, die schon am Tivoli zunächst aufgelaufen waren. Lediglich Andre Poggenborg kehrte beim SC Paderborn in den Kasten der Kölner zurück. Die Fortuna begann konzentriert und forsch. Interimscoach Florian Fulland hatte im Vorfeld angekündigt, er wolle die eigenen Fans in der Benteler-Arena gleich emotional mitnehmen nach der 0:6-Klatsche zuvor in Lotte. Doch die Südstädter ließen dies gar nicht erst zu. Lars Bender schoss nach 14 Minuten knapp am langen Pfosten vorbei (14.). Fünf Minuten später spielte Michael Kessel mit links einen perfekten Pass in die Schnittstelle. Hamdi Dahmani drang in den gegnerischen Strafraum ein, umkurvte Keeper Lukas Krause und traf aus spitzem Winkel zum 0:1. Ein sehenswerter Treffer.

Nach dem schnellen Rückstand hatte Paderborn dann aber mehr Spielanteile und kam auch zu Chancen. Nach einer Flanke von links von Sven Michel kam Marc Vucinovic frei vor Andre Poggenborg am langen Pfosten zum Abschluss. Aber der Kölner Torwart wehrte diesen Ball ab (33.). Verwirrung gab es nach einer Serie von Ecken für Paderborn in der 41. Minute. Im dritten Anlauf hätte Sebastian Schonlau die Kugel fast aus zwei Metern über die Linie bugsiert. Aber auch diese kurze Drangperiode des ehemaligen Erstligisten überstanden die Gäste mit ein wenig Glück schadlos und retteten den knappen Vorsprung in die Pause.

Nach dem Wechsel war auf beiden Seiten erstmal ordentlich Sand im Getriebe. Dafür zeigte der Schiedsrichter aber in der ersten Viertelstunde gleich viermal den gelben Karton. Zweimal hüben und drüben. Bei Köln traf es nach Kessel im ersten Abschnitt auch Theisen und Pazurek. Nach 64 Minuten stellte Uwe Koschinat aufgrund eines Wechsels um. Für Kristoffer Andersen kam Dennis Engelman als Linksverteidiger in die Partie. Markus Pazurek rückte dafür ins defensive Mittelfeld vor. Dennoch plätscherte die Partie weiter vor sich hin. Den Hausherren fiel wenig ein. Und wenn Paderborn dann eine Gelegenheit hatte, scheiterte der SC am seit Wochen überragenden Poggenborg, so wie der eingewechselte Dedic mit einem abgefälschten Schuss nach 78 Minuten. Fünf Minuten zuvor Oliver Schröder für Kessel gekommen.

So langsam machte sich der Kräfteverschleiß der letzten Tage und Spiele bei den Kölnern bemerkbar. Und so kassierten die Gäste fünf Minuten vor dem Ende doch noch das 1:1. Eine Flanke von Bickel schoss Joker Dedic am langen Pfosten lauernd flach in die Ecke, da war Poggenborg machtlos. Im Gegenzug hätte Lars Bender nach Vorarbeit von Cauly Oliveira Souza beinahe postwendend das 1:2 gemacht. Aber er bekam den schwer zu kontrollierenden Ball nicht richtig gedrückt und schoss aus fünf Metern klar drüber. Der Pechvogel der Partie war Christopher Theisen, der nach einem Ellbogeneinsatz im Zweikampf in der Nachspielzeit Gelb-Rot sah. Das war eine sehr harte Entscheidung. Bereits bei seinem ersten Saisoneinsatz in Lotte hatte er Gelb-Rot gesehen.

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