17.09.2016

Ausgleich in der Nachspielzeit lässt Träume platzen

Fortunas Kegel verletzt sich beim 2:2 in Regensburg schwer am Knie

Maik Kegel (Mitte) musste mit einer schweren Knieverletzung ausgewechselt werden. Foto: Fortuna

Die Tabellenführung in der 3. Liga war zum Greifen nahe, und dann köpfte der Regensburger Hyseni am Samstag in der Continental Arena mit der letzten Aktion der Partie den 2:2-Ausgleich in der 94. Minute und die Mannschaft von Trainer Uwe Koschinat gab doch noch zwei sicher geglaubte Punkte ab und ist nun stattdessen Fünfter. Dennoch war die Leistung der Kölner bei Dauerregen nach zuletzt eher enttäuschenden Auftritten in der Fremde ein Schritt in die richtige Richtung. Ein großer Wermutstropfen in den Kelch der Freude über den verdienten Auswärtszähler war zudem die schwere Knieverletzung von Maik Kegel.

Uwe Koschinat veränderte die siegreiche Elf vom Chemnitz-Spiel auf drei Positionen. Tim Boss hütete für Andre Poggenborg den Kasten. Dennis Engelman und Marc Brasnic ersetzten Serhat Koruk und Lars Bender. Auf dem schwer zu bespielbaren, nassen Rasen waren beide Teams vornehmlich über Standards gefährlich. Die erste richtig gute Möglichkeit hatte die Fortuna nach einer Flanke von Engelman. Den anschließenden Flugkopfball von Brasnic lenkte Pentke gerade noch um den Pfosten (28.). Vier Minuten später legte Cauly Oliveira Souza für den an der Strafraumgrenze lauernden Hamdi Dahmani ab und der schoss überlegt mit der Innenseite in die kurze Ecke _ 0:1. Sechs weitere Minuten danach hatte Oliveira Souza nach öffnendem Pass von Kristoffer Andersen die Vorentscheidung auf dem Fuß. Aber der Brasilianer vertändelte bei einem Konter die Hundertprozentige. Fünf Minuten vor der Pause ersetzte dann Selcuk Alibaz den am Knie verletzten Maik Kegel. Das sah gar nicht gut aus und ließ Schlimmes erahnen.

Der Jahn drängte nach dem Wechsel auf den Ausgleich und wurde schnell belohnt für seine Bemühungen. Zunächst fischte Tim Boss einen Schuss von Thommy noch glänzend aus dem Winkel, aber der Ball landete auf dem Kopf von Lais der zum 1:1 traf (52.). Die Fortuna antwortete postwendend. Alibaz konnte im gegnerischen Strafraum nur durch einen Zupfer am Trikot gestoppt werden und Brasnic verwandelte den fälligen Elfmeter zum 1:2 (59.). Regensburg steckte aber nie auf. Boss entschärfte einen Schuss des freistehenden George (65.). Gegen den Kopfball von Hyseni war der sehr gute Fortuna-Keeper dann aber in der Nachspielzeit machtlos.

Stimmen zum Spiel: Bone Uaferro (Fortuna)

„Dass es mit dem letzten Ball passiert ist natürlich bitter. Aber das hatte sich in den letzten Minuten schon abgezeichnet. Es kamen nur noch Ecken und Einwürfe und das war schwierig zu verteidigen, weil die auch mit Qualität kamen. Das war eine Materialschlacht. Aber gegenüber den letzten Auswärtsspielen war es auf jeden Fall eine Steigerung. Am Mittwoch haben wir gegen Rostock zu Hause ein Flutlichtspiel, das ist unser Ding.“

Marc Brasnic (Fortuna)

„In der 94. Minute noch ein Tor zu bekommen, ist unglücklich. Wir nehmen den Punkt mit und gucken jetzt auf Mittwoch. Wir haben uns gut reingekämpft. Aber das müssen wir jetzt abhaken. Tore sind immer schön, aber im Vordergrund steht die Mannschaft.“

Uwe Koschinat (Trainer Fortuna)

„In Summe ohne Emotion betrachtet ist das für mich ein gewonnener Punkt und nicht zwei verlorene. Die Leistung war mir von einigen Spielern heute nicht konstant genug. Gegen Kiel oder Chemnitz hatten wir nicht so viele Chancen, aber wir haben deutlich anders gehandelt. Mit dem Auswärtspunkt muss man insofern leben. Wir sollten nicht den Blick für die Realitäten verlieren. Tim hat ein paar Mal hervorragend gehalten. Die Truppe hat alles rausgehauen, es war ein sehr intensives Spiel. Natürlich hätte ich das Ausrufezeichen Tabellenführung gerne mitgenommen. Aber der Punkteschnitt lässt sich sehen. Bei Maik Kegel müssen wir mit einer schweren Verletzung rechnen.“

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