28.09.2017

"Eine immens große Angelegenheit für den Verein"

Rheinkassel-Langels Trainer Oguz Kahraman über das Spiel um Platz Drei im Kölner Kreispokal.

Oguz Kahraman steht seit knapp drei Jahren bei der SpVg Rheinkassel-Langel in der Verantwortung.

Die SpVg Rheinkassel-Langel trifft heute als A-Ligist auf den favorisierten Landesligisten SC Borussia Lindenthal-Hohenlind. Vorab spricht der ambitionierte Coach der Spielvereinigung über die Bedeutung dieser Begegnung, die Chancen auf einen Erfolg und den damit verbundenen Einzug in den FVM-Pokal, sowie die Auswahl des Spielorts in Merkenich.

Welchen Stellenwert hat die heutige Partie für den Verein?
Wir freuen uns alle sehr auf dieses Endspiel um den Einzug in den FVM Pokal. Von Anfang an waren wir uns im Verein einig, dass wir den Pokal als Testspielphase sehen und dort auch einiges ausprobieren wollten. Beispielsweise sollten Spieler, die im Urlaub waren, wieder rangeführt werden. Dementsprechend war mein Fokus auch nicht so auf diesen Wettbewerb ausgelegt. Dann war ich aber positiv überrascht, dass wir Schritt für Schritt immer weitergekommen sind.

Was bedeutet das Erreichen der Finalspiele für Sie persönlich?
Ich wollte als Trainer auch nochmal zeigen, dass wir auch mal etwas Historisches erreichen können, was wir durch unsere Erfolge auch gemacht haben. Die Wertschätzung sollte da schon gegeben sein, wenn man sieht, dass der Verein als einziges Kreisliga A-Team unter den letzten Vier vertreten ist. Das ist in Rheinkassel bislang noch nie da gewesen und dadurch konnte der Club auch Werbung für sich machen. Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft und auf das, was sie geleistet hat. Wir hätten auch gerne das Finale erreicht, aber nun ist es eben das Spiel um Platz Drei geworden.

Auch dort sind Sie Aussenseiter, was erwarten Sie für einen Gegner?
Lindenthal-Hohenlind ist für uns ganz klar eine Mannschaft, die zurecht in der Landesliga und dadurch auch zwei Klassen über uns spielt. Sie sind natürlich der haushohe Favorit und werden vermutlich auch mehr Spielanteile haben.

Wie wollen Sie Hohenlind „knacken“?

Wir werden von unser Grundordnung nicht abweichen, da unser Systeme mit einer Viererkette und immer die notwendige Sicherheit gegeben hat. Aus dem 4-2-3-1 heraus wollen wir mit zwei Sechsern sehr kompakt gestaffelt stehen. Natürlich werden wir diesmal mehr auf Sicherheitslinie sein, anstatt wie in den Vorwochen auf die Offensive zu gehen. Das ist der Plan gegen einen Landesligisten, der uns wahrscheinlich 90 Minuten lang beackern und alles abverlangen wird.

Können Sie dabei personell aus dem Vollen schöpfen?
Nein, leider nicht. Wir haben sehr viele Ausfälle, insgesamt elf Ausfälle aufgrund von Erkältungen und Verletzungen, die kompensiert werden müssen. Dementsprechend „schustern“ wir uns ein Team zusammen. Ich vertraue den Jungs, die auf dem Platz stehen werden  aber voll und ganz. Sie haben es auch verdient, sich auf dieser Bühne zu zeigen und für das Ligaspiel gegen Gremberg-Humboldt zu empfehlen.

Wie hoch schätzen Sie die Chancen auf einen Sieg und das Erreichen des FVM-Pokals ein?
Persönlich glaube ich, dass wenn man so weit gekommen ist, dann auch gewinnen möchte. Wir stellen uns nicht auf den Platz und sagen 'So und jetzt schießt uns mal die Bude ein'! Wir werden versuchen das Ganze so minimal wie möglich zu halten und unsere Chance zu nutzen, den Landesligisten zu ärgern. Natürlich bin ich selbstbewusst und sage ganz klar, dass wir den FVM-Pokal erreichen und nicht einfach so dabei sein wollen.

Welche Bedeutung hätte ein Erreichen des Verbandspokals?

Für den Verein wäre es natürlich eine immens große Angelegeneheit dort einzuziehen. Für mich persönlich als Trainer wäre es ein schönes Gefühl, diesen Wettbewerb ein zweites Mal mit einem Kreisligisten zu erreichen, nachdem ich das bereits mit einem Landesligiste geschafft habe. Das spornt mich an!

Sie spielen in Merkenich auf Asche, was vom Gegner im Vorfeld kritisiert wurde: Wie stehen Sie dazu?
Da war keine Willkür unsererseits. Wir haben halt kein Fluchtlicht und hätten auch lieber auf Rasen oder Kunstrasen wie gegen Worringen gespielt. Doch für ein weiteres Spiel in Chorweiler hat uns die Stadt leider keine Genehemigung erteilt. Dementsprechend spielen wir auch nicht gewollt auf der Asche. Da muss Lindenthal auch nicht denken, dass wir das absichtlich machen. Wir hätten auch lieber versucht, auf Augenhöhe gegen sie in Chorweiler zu spielen.

Sehen Sie diesen Untergrund dennoch als Vorteil für Ihre Team?
Ich bin froh, dass ich fünf Spieler dabei habe, die vor ihrer Zeit bei Rheinkassel in Merkenich gespielt haben, dementsprechend kennen sie dort auch den Platz in und auswendig. Dementsprechend darf es auch für uns keine Entschduligung geben, dass wir dort auf Asche spielen. Umgekehrt spielt Hohenlind einen Großteil seiner Landesligaspiele auf Rasen oder Kunstrasen und dementsprechend glaube ich, dass sie paar Prozent mehr Probeleme mit dem Untergrund haben werden. Das hoffe ich zumindest und dadurch werden wir unsere Chancen auch suchen. In jedem Fall versuchen wir auf Augenhöhe zu kommen und schauen mal, wie wir unsere Chancen kreieren können.

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