Mein Rheinfussball

12.01.2015

EMS und Fußball

Eine Kombination mit Zukunft?

EMS intensiviert das Fitnesstraining. / Foto: © fitbox GmbH, München

Unter Strom stehen - so könnte man EMS kurz und knapp zusammenfassen. Durch elektrische Impulse bewirbt sich das EMS-Training als echter Revolutionär auf dem Trainingsmarkt und erspart dem Nutzer einige Stunden an Fitnessgeräten. Doch lässt sich EMS auch mit anderen Sportarten kombinieren? Die Spieler des SC Fortuna Köln testeten die neuartige Trainingsmethode mit spannenden Ergebnissen.

EMS

Bei der elektrischen Muskelstimulation wird während der Ausführung von Fitness-Übungen schwacher Strom durch die Muskeln geleitet. Der niederfrequente Strom lässt die Muskeln anspannen, was den Trainingsreiz verstärkt. Dieser ist zwingende Voraussetzung für den Muskelaufbau. Der Strom intensiviert also das Fitnesstraining, macht es effektiver. Deshalb wird für EMS oftmals mit einem geringem Zeitaufwand und hoher Effektivität geworben. So sollen ungefähr 20 Minuten EMS-Training mehrere Stunden Gerätetraining ersetzen und pro Sitzung bis zu 600 Kilokalorien verbraucht werden, da beim Training alle Muskelfasern aktiviert werden. Sportwissenschaftler sind sich über die Wirksamkeit des Strom-Trainings einig, empfehlen aber eine Kombination mit echten Bewegungen, um Trainingseffekte und die Koordinationsfähigkeit zu steigern.

EMS und Fußball

Es stellt sich die Frage, inwiefern das EMS-Training zur Leistungssteigerung in anderen Sportarten eingesetzt werden kann. In einem 5-wöchigen Trainingsprogramm mit 20 Amateur-Kickern wurde untersucht, ob sich durch gezielte Elektrostimulation Effekte in Bezug auf die allgemeine Stärke, Sprinteschwindigkeit sowie Sprung- und Schusskraft erreichen lassen. Während der Studie wurde der Quadriceps (vierköpfiger Oberschenkelmuskel) mithilfe von EMS trainiert und die teilnehmenden Sportler vor und nach der 5-wöchigen Anwendung getestet. Die Spieler verbesserten sich in diesem Zeitraum signifikant, vor allem in puncto Ballgeschwindigkeit machten die Probanden große Fortschritte.

Eine Studie der Deutschen Sporthochschule bestätigt die Ergebnisse. Das Besondere: Die 22 getesteten Spieler gehörten dem Kader des SC Fortuna Köln an und hatten dementsprechende Trainingserfahrungen. Die EMS-Gruppe innerhalb der Studie verbesserte nach 18 Wochen EMS-Training Sprungkraft, Antrittsschnelligkeit und Schussgeschwindigkeit. Das EMS-Training verbesserte die im Fußball wichtige Maximalkraft und Explosivität. Die Forscher kommen deshalb zu dem Schluss, dass sich EMS-Training zur Ergänzung der gewohnten Trainingsbelastungen eignet – schon zwei EMS-Einheiten pro Woche von je 12 Minuten steigerten die Fußballer-Leistungen bedeutend.

Fazit

Wer an effektivem Muskelaufbau interessiert ist und gleichzeitig fußballerische Qualitäten wie Explosivkraft, Schnelligkeit und Schusskraft verbessern will, sollte die elektrische Muskelstimulation für sich ausprobieren. Wichtig ist, dass das Training unter der Anleitung einer/s fachkundigen Trainers/in ausgeführt wird.

Quelle: fitogram.de

Foto: © fitbox GmbH, München

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