Mein Rheinfussball

29.06.2015

Entwarnung beim VfL Leverkusen

Auflösungs-Erscheinungen fallen geringer aus als befürchtet.

Hält dem VfL die Treue: Kreativmann Gjorgji Antoski. / Foto: Ralph Augstein

Die Pressemitteilung von Sergio Paradiso, in der der sportliche Leiter des VfL Leverkusen seinen Rücktritt bekannt gab, ließ Böses über die Zukunft des Mittelrheinligisten erahnen. Neben Paradiso und dem kompletten Trainerteam um Giuseppe Brunetto verkündeten auch 19 der 30 Spieler ihren Abschied vom VfL, wie der scheidende sportliche Leiter mitteilte. Nach zwei Wochen Hysterie um den Zerfall der Seniorenmannschaft hat sich die Lage nun wieder beruhigt. Es zeigte sich: Alles halb so wild.

Der Abschied des Trainers bleibt endgültig, doch konnte man mit Taner Durdu schnell einen Nachfolger für den zum FC Blau-Weiß Friesdorf abgewanderten Brunetto präsentieren. Die Position des sportlichen Leiters ist weiterhin vakant, wird derzeit kommissarisch vom Vorsitzenden Bernd Kuhn und Teammanager Rolf Schiefer übernommen. „Ich habe diesen Posten schon einmal besetzt und weiß, worum es geht“, so Kuhn. „Wir werden die Stelle in Ruhe vereinsintern neu belegen und machen uns keine Sorgen.“

Und auch im Kader der Mittelrheinliga-Mannschaft gibt es zwar einen erneut großen Umbruch, der aber nicht viel größer ausfällt, als beim VfL im Halbjahres-Turnus üblich. Acht Spieler halten den Leverkusenern in jedem Fall die Treue, zwei weitere Zusagen aus dem bestehenden Kader sind noch möglich. Außerdem konnte der Klub von der Tannenbergstraße bereits 16 Zugänge vermelden, unter anderem Patrice Njangue und Saif Ayadi von Landesligist CfR Buschbell/Munzur und Can Eroglu und Gibril Njie von der SG Wattenscheid 09. „Wir hatten ein Vakuum von zwei Wochen. Nun ist alles wieder in geregelte Bahnen gelenkt und wir sind zuversichtlich, eine schlagkräftige Mannschaft in die neue Saison schicken zu können. Natürlich geht es wieder nur darum, den Abstieg zu vermeiden. Diesmal wollen wir es allerdings wenn möglich etwas weniger spannend machen“, schmunzelt Kuhn.


Wer geht, wer bleibt? Alle Personalien auf Seite 2.

Autor: Daniel Sobolewski

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