18.09.2017

„Eskalation nur eine Frage der Zeit“

Fortunas U19 unterliegt in Oberhausen mit 1:0 - Doch das Spiel wird zur Nebensache!

Zum Sportlichen: Das einzige Tor des Tages erzielte Sefa Topcu kurz nach der Pause. Aus der Drehung traf der Oberhausener in die linkere untere Ecke zum 1:0 (46.). Gästekeeper Bruhns war bei diesem Treffer chancenlos. Anschließend versuchte die Fortuna natürlich zum Ausgleich zu kommen, doch die Gastgeber besaßen die zwingenderen Möglichkeiten.

In der Schlussphase sollten die Emotionen jedoch überkochen. Offizieller Auslöser war dabei eine Aktion von RWO-Spieler Maxwell Bimpek, der zum Entsetzen der 'benachbarten' Kölner Trainerbank mit voller Geschwindigkeit in Fortunas Goga Khvedelidze hinein rauschte und sich im Anschluss noch ein handfestes Duell mit Kölns Alem Koljic lieferte. 


Während Khvedelidze sogar vom Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht wurde, sahen beide Spieler folgerichtig die Rote Karte. Bimpek reichte das jedoch nicht, denn auf dem Weg in die Katakomben legte er sich mit dem Kölner Publikum an und beleidigte dieses, nach übereinstimmenden Aussagen, unter anderem durch das Zeigen des Mittelfingers. 

In der Folge wurde Oberhausens U19-Trainer Dimitrios Pappas nach einem Schlichtungsversuch auf die Tribüne geschickt. Das gleiche 'Schicksal' hatte zuvor auch schon einen Co-Trainer der Fortuna ereilt, nachdem dieser sich in der 75. Minute lautstark über eine Schiedsrichterentscheidung aufgeregt hatte.

Nach Ansicht von Fortunas Trainer Giorgi Elizbarashvili war den Unparteiischen die Partie schon in der ersten Halbzeit „ausser Sicht und Kontrolle“ geraten. Angefangen habe alles mit „kleineren Impulsen, die nicht entsprechend sanktioniert wurde.“ Im Lauf des Spiels seien die Fouls anschließend immer grober geworden und es nur eine Frage der Zeit gewesen, wann das Ganze eskaliert. „Und ich spreche hier nur von der ersten Halbzeit“ so Elizbarashvili, der als extrem ruhiger und besonnenner Zeitgenosse bekannt ist.

Nach Aussage des Trainers habe er die Unparteiischen bereits im ersten Durchgang „sachlich und in höflicher Form“ auf das Verhalten einiger Gegenspieler, unter anderem des späteren Rotsünders Bimpek hingewiesen. Das Gespann sei aber anschließend auf seinen Trainerstab konzentriert gewesen, anstatt das Spielgeschehen zu beobachten. „Dass es so eskaliert war bereits in der ersten Halbzeit abzusehen. Man muss sich da hinterfragen, wo alles begonnen hat“ so Elizbarashvili, der bereits Assistenztrainer von Bulgarien war.

Auf Vorwürfe, dass er sich gegenüber Journalisten nicht zum Spiel und den Vorkommnissen äußern wollte, entgegnete der Trainer hingegen: „Einmal saß ich neben meinem verletzten Spieler, beim zweiten Mal war ich am Fahren auf der Autobahn. Beide Male bat ich um einen späteren Rückruf.“






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