19.09.2017

Fortuna will das 1:3-Gesetz der Serie brechen

Kegel fällt aus - Die Bilanz der Kölner gegen Chemnitz ist schlecht

Verzichten muss die Fortuna auf Maik Kegel wegen einer schweren Hüftquetschung.. Foto: Fortuna

Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen. Im Falle der Fortuna waren das bei Unternehmungen nach Sachsen regelmäßig traurige Geschichten. Dreimal waren die Kölner bisher in der Community4you Arena in der Liga zu Gast. Dreimal gab es kurioserweise eine 1:3-Niederlage. Die Gesamtbilanz gegen den Chemnitzer FC ist ebenfalls ernüchternd. In insgesamt sechs Vergleichen gab es fünf Schlappen. Das will die Mannschaft von Trainer Uwe Koschinat am Mittwoch (19 Uhr) endlich mal besser machen.  

„Wir haben eine verkehrte Welt. Die Konstellation ist eine komplett andere. Chemnitz stand in der Tabelle noch nie so schlecht da, und wir noch so gut, vor einem gegenseitigen Duell. Insofern spielt der psychologische Faktor nun auch eine größere Rolle. Chemnitz steht deutlich mehr unter Druck“, sagt Koschinat. Die Hausherren sind Vorletzter mit nur sechs Punkten aus acht Spielen. Die Fortuna ist Zweiter mit 18 Punkten, hat die beste Abwehr (fünf Gegentore) und die zweitmeisten Tore (16) erzielt.

Und das obwohl der Kölner Fußballlehrer mit dem 1:1 zu Hause gegen stark ersatzgeschwächte Hallenser nicht zufrieden war. Obwohl die Fortuna den frühen Rückstand, der erste in dieser Saison, postwendend durch Nico Brandenburger ausgleichen konnte. „Wir hätten aufgrund der Anzahl der guten Chancen gewinnen müssen. Unser Spiel war zu ruckelig. Gegen Chemnitz müssen wir wieder galliger werden. Wir müssen offensiv und aktiv sein“, fordert Koschinat.

Verzichten müssen die Kölner bei diesem Unterfangen auf ihren Taktgeber. Maik Kegel kann aufgrund einer schweren Hüftquetschung nicht mitwirken. „Bewegungen, die Schnellkraft erfordern, kann er nicht machen“, sagt der Trainer, „aber rumweinen bringt jetzt nichts.“ Wie wichtig Kegel für das Spiel der Kölner ist, zeigte sich gegen Halle nach seiner Auswechslung. Alles wirkte unorganisierter und unrhythmischer. Wer ihn ersetzt, da grübelt Koschinat noch. Er hat drei Szenarien entworfen. Variante eins: Markus Pazurek geht auf die Position. Lars Bender spielt Linksverteidiger. „Dann wäre unser Spiel aber defensiver und statischer.“ Variante zwei: Okan Kurt ersetzt ihn wie schon gegen Halle. „Er hatte gute Ansätze. Er ist aber mehr der Kurzpassspieler.“ Variante drei: Cimo Röcker kommt rein. „Er trainiert das schon seit Wochen. Sein Spiel ist offensiver veranlagt und er hat eine brutale Laufleistung.“

Mitwirken kann hingegen Neuzugang Amir Falahen, der sich nach seiner Einwechslung gegen Halle direkt eine blutende Platzwunde an der Schläfe zugezogen hatte. Zurückkehren wird auch Rechtsverteidiger Dominik Ernst nach abgelaufener Gelbsperre. Mit Robin Scheu bildete er die Wochen davor ein sehr schlagkräftiges Duo.  

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