03.09.2017

Güler gegen Wiehl mit einer Gala

Stürmer der U 23 der Fortuna trifft beim 4:2 zu Hause gleich dreimal

Der Wiehler Jonathan Noss wird hier verfolgt von Fortuna-Kapitän Nils Remagen.

Aus Schaden wird man klug: Die U 23 der Fortuna hat aus der Auftaktniederlage in Oberpleis die richtigen Lehren gezogen. Im Heimspiel gegen den FV Wiehl beging die Mannschaft von Trainer Robert Moran nicht nochmal dieselben Fehler. Mit 4:2 gewannen die Kölner verdient am Sonntag die Partie auf dem Kunstrasenplatz am Jean-Löring-Sportpark.

„Wir waren von Anfang an hellwach. Zur Halbzeit war das 2:0 verdient. Wir waren robust, kompakt und diszipliniert. Das war sehr zufriedenstellend. Die ersten 20 Minuten der zweiten Hälfte haben mir nicht gefallen. Da haben wir das Spiel ein bisschen aus der Hand gegeben. Aber dennoch war der Wille zum Sieg bei uns erkennbar. Wir sind in der Liga angekommen. Wir haben die ersten drei Punkte eingefahren. Klar macht Semih die drei Tore, aber es war eine starke Mannschaftsleistung“, sagte der Trainer der Fortuna.  

Entgegen seiner Ankündigung im Vorfeld schenkte Moran bis auf eine einzige Ausnahme, Nils Remagen kehrte zurück, dem selben Team wie in der Basalt-Arena sein Vertrauen. Valerio Fariello musste für den Kapitän weichen. „Es hätte aber jeden treffen können“, betonte Moran später. Letztlich lag er mit dieser Entscheidung auch richtig. Wiehl begann die Partie ähnlich wie dies Oberpleis zuletzt erfolgreich gegen die Kölner praktiziert hatte. Die Elf von Trainer Ingo Kippels agierte defensiv und lauerte in einem 4-4-2 in der eigenen Hälfte auf Konter. Wenn sich die Kölner nicht locken ließen, folgte ein langer Ball nach vorne. Doch die Fortuna war dieses Mal aufmerksamer.

Die Hausherren zeigten deutlich mehr Kampfgeist als noch am ersten Spieltag und teilweise glückten auch sehenswerte Spielzüge. Nach 20 Minuten eroberte Gianluca Pavone den Ball rechts auf Höhe der Außenlinie und er schickte Semih Güler auf die Reise. Der Stürmer überwand Lukas Hoffmann mit einem Schuss in die kurze Ecke zum 1:0. Zwei Minuten später hatte die Fortuna Glück. Keeper Zicos Resvanis zögerte mit dem langen Abschlag, der Wiehler Kevin Ufer ging dazwischen, der anschließende Pressball trudelte knapp am kurzen Pfosten vorbei. Die Fortuna war aber in den ersten 45 Minuten weiter die spielbestimmende Elf. Nach einer Flanke von Güler köpfte Kai Burger knapp drüber (31.). „Kai hat sich im Gegensatz zur letzten Woche um 180 Grad gedreht. Er hat sehr viel gearbeitet, jeden Ball festgemacht, Ruhe reingebracht und eine enorme Laufleistung auch nach hinten gezeigt“, lobte Moran den Torjäger. Drei Minuten vor der Pause schlug Andy Moog einen langen Ball nach rechts auf Güler, der drang mit Tempo in den gegnerischen Strafraum und spitzelte die Kugel ins lange Eck zum 2:0.

In der zweiten Hälfte legte Wiehl körperlich und kämpferisch noch einen Zahn zu. Die Fortuna agierte die ersten 20 Minuten viel zu passiv. Zudem wechselte Moran den gelb-verwarnten Lewis Biade vorsorglich aus. In der 58. Minute umkurvte Christian Prinz den Kölner Keeper, aber er traf nicht das leere Gehäuse, sondern nur das Lattenkreuz. Drei Minuten später entschärfte Resvanis einen Schuss von Michael Möller aus kurzer Distanz. Nach 66 Minuten dann die Vorentscheidung: Remagen steckte den Ball zu Güler durch, der Hoffmann erneut aus zehn Metern keine Abwehrchance ließ. Sieben Minuten später traf Prinz nach einer Ecke mit einem Schuss von der Strafraumgrenze aus zum 3:1.

Wiehl schöpfte nochmal Hoffnung. Die Gäste hatten danach Glück, dass es nach einer Notbremse gegen den eingewechselten Mohamed Loum nur Gelb und Freistoß gab. Der Joker der Fortuna bereitete das entscheidende 4:1 in der Schlussminute vor, als er Pavone mustergültig bediente, der nach einem Haken nur noch einschieben musste. In der fünften Minute der Nachspielzeit kassierten die Kölner dann nach einem eigenen Freistoß zuvor noch das zweite Gegentor. Jan Peters, übrigens wie Güler ebenfalls mit der 22 als Rückennummer, traf. Kurios: Der Wiehler traf auch im dritten Spiel gegen die Fortuna nacheinander als Joker.    

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