09.02.2018

Gut gekleidet, gut gespielt - die 18 Bundesligavereine und ihre Ausstatter im Überblick

Die Bundesliga ist nicht nur ein Wettbewerb, in dem Mannschaften und Spieler um sportliche Leistungen und Zuschauer buhlen, sondern auch eine riesige Marketingplattform.

Nicht nur die Trikotsponsoren selbst nutzen die Strahlkraft der Bundesliga, sondern auch für die Ausstatter ist die Bundesliga ein Laufsteg mit rund 80 Millionen Zuschauern.

Welche Ausrüster dabei welche Teams ausstatten und welche Besonderheiten es gibt, verrät dieser Überblick.

Die 18 Teams der Saison 2017/18 und ihre Trikots

Der 1. FC Köln mag sportlich eine durchwachsene Saison haben, doch mit dem Trikot von Erima machen die Geißböcke nichts falsch. Der deutsche Traditionsausstatter ist in der 1. Bundesliga eher eine Rarität, aber eine attraktive.

Am anderen Ende des Spektrums stehen die Rothosen. Der Hamburger SV verpasste noch nie eine Bundesligasaison, obwohl die Hamburger sich in den letzten Jahren echte Mühe gegeben haben. Mit den Trikots von adidas hat der Traditionsverein auch den Traditionsausstatter schlechthin.

Die Konkurrenz im Norden dagegen setzt auf Nike, allerdings in der letzten Saison. Werder Bremen wird derzeit vom größten Sportartikelhersteller der Welt ausgerüstet, ab der nächsten Saison kommen die Trikots vom britischen Hersteller Umbro.

Das zweite grün-weiße Team der Liga läuft auch in Nike-Trikots auf, der VfL Wolfsburg trägt den Swoosh auf breiter Brust, trotz sportlichen Mittelmaßes in dieser Saison.

Ebenfalls von Nike ausgerüstet wird in dieser Saison der 1. FC Augsburg. Beständig als Absteiger Nummer Eins gehandelt trotzen die Augsburger von Saison zu Saison Kritikern und Konkurrenz.

Bereits seit einigen Jahren und als eines der längsten Engagements von Nike trägt die Hauptstadttruppe von Hertha BSC den Nike-Swoosh auf dem Trikot.

Wie stark die Amerikaner von Nike in Deutschland vertreten sind, zeigen außerdem Traditionsverein Eintracht Frankfurt und der nicht ganz so traditionelle Verein Rasenballsport Leipzig.

Eng und körperbetont wie eh und je sind die Shirts der Italiener von Kappa, das schmeichelt auch der Borussia aus Mönchengladbach. Und Längsstreifen machen ja ohnehin schlank.

Sportlich streitbar ist die TSG Hoffenheim sicher, das Trikotdesign von Lotto dagegen ist über jeden Zweifel erhaben. Zwischen adidas, Nike und Puma sticht Lotto angenehm hervor. Neben den Hoffenheimern werden auch die Mainzer von Lotto ausgestattet, die markanten Ärmel kommen in Weiß auf Rot sogar noch deutlicher hervor.

Bayer 04 Leverkusen wird von Jako ausgestattet, einem weiteren deutschen Ausrüster, der seit einigen Jahren auch verstärkt in der Bundesliga aktiv ist. Jako war zuvor vor allem im Amateursport in Deutschland aktiv. Eine gute Figur machen die Jako-Trikots auch im Retrolook mit Klappkragen, wie es Hannover 96 aufs Feld trägt.

Ebenso ungewohnt ist der Anblick der Freiburger Trikots. Hummel ist eine deutsche Traditionsmarke mit echtem Retroflair, aber eher aus dem Handball bekannt. Dass die Trikots auch auf dem Großfeld eine gute Figur machen, beweisen die Schwarzwälder.

Dass der FC Bayern von adidas ausgerüstet wird, muss eigentlich kaum noch erwähnt werden. Der Trikothersteller aus Herzogenaurach ist so eng mit den Bayern verwoben wie mit der deutschen Nationalmannschaft. Nicht nur auf den Schultern der Spieler, sondern auch in den Unternehmensaktien zeigt sich die enge Verbindung von adidas und FCB.

Auch die Schalker werden von adidas ausgestattet, die Königsblauen spielen bereits seit Jahren mit den drei Streifen auf dem Trikot.

In ewiger Konkurrenz zu adidas steht Puma, gegründet von Adolf Dasslers Bruder Rudolf. Passend also, dass Borussia Dortmund, Schalkes und Bayerns ewiger Rivale, von Puma ausgestattet wird. Die Jerseys des BVB liegen eng an und glänzen in dynamischem Gelb.

Eine ähnliche Konkurrenz zum FC Bayern hätten sicher auch die Stuttgarter gerne, neben dem Puma auf der Brust gibt es aber kaum noch Gemeinsamkeiten zwischen den Dortmundern und den kriselnden Schwaben.

Mehr als nur ein Leibchen

Doch natürlich sind Fußball-Trikots nicht nur für die Spieler entscheidend, sondern auch für die Fans. Die schließlich tragen die Jerseys der großen Vorbilder im Stadion, in der Kneipe, auf dem Sofa oder natürlich beim Bolzen am Wochenende. Entsprechend geht es beim Design nicht nur um größtmögliche Effizienz, jedes Trikot muss auch den Fans Raum zur Identifikation bieten - es muss für Spieler, Verein, Tore und Träume stehen. Ganz gleich, welcher Ausstatter den Herzensverein bedient: funktional sind sie alle und wichtiger ist das Wappen auf der Brust.

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