20.06.2017

Hertzenberg-Doppelpack dreht Endspiel

Vorwärts Spoho hat sich durch ein 2:1 gegen Fortuna Köln den FVM-Frauenpokal und damit auch die Teilnahme am DFB-Pokal gesichert.

Im neu angesetzten Duell (der erste Versuch musste witterungsbedingt abgebrochen werden) war die Fortuna auf der Anlage des SC Blau-Weiß Köln zunächst die spielbestimmende Mannschaft und ging vor 300 Zuschauern auch verdient in Führung. Nach einer Ecker war Assunta Sarago am langen Pfosten per Kopf zur Stelle gewesen und hatte zum 0:1 (18.) getroffen.

Kurz darauf hätte Sarago bereits nachlegen können, traf aber mit einem platzierten Schuss von der Stafraumecke nur die Latte. „Wir hatten das Spiel in der ersten Halbzeit in der Hand und haben versäumt das zweite Tor nachzulegen“ resümierte Fortunas-Trainerin Isabell Borchert im Anschluss an die Partie. Spoho wurde derweil erst kurz vor Ende des ersten Durchgangs mit einer Doppelchance gefährlich. Zunächst klärte Clara Thaleiser-Schuch einen Schuss von Suzanne Clysters vor der Torlinie, dann parierte Torhüterin Lisa Brenner auch einen zweiten Versuch der Stürmerin, die bereits am Donnerstag getroffen hatte.

Zum zweiten Durchgang bewies Spohos Trainerin Jennifer Küppers dann ein goldenes Händchen und brachte Maria Hertzenberg in die Partie. Ein Wechsel, der sich das erste mal nach 58 Minuten auszahlen sollte: Im Anschluss an eine Ecke konnte Hertzenberg den Ball per Flugkopfball zum 1:1-Ausgleich ins Netz befördern und eine Viertelstunde später sogar noch einen draufsetzen: Nach einem langen Freistoß war die 31jährige per Seitfallzieher zur Stelle und beförderte die Kugel unhaltbar zum 2:1 ins Netz. „Ich war lange verletzt und froh, dass ich 45 Minuten spielen konnte, ein Traum!“ gab sich Hertzenberg nach dem Spiel bescheiden.

Da Fortuna anschließend nicht mehr viel entgegenzusetzen hatte, sollten ihre beiden Treffer jedoch reichen, um Vorwärts Spoho mit dem Derby-Pokalsieg noch ein Erfolgserlebnis zu bescheren. Zuvor war die Mannschaft schließlich aus der Regionalliga West abgestiegen, doch das interessierte an diesem Abend keinen mehr. „Derbysiege sind die allerschönsten und ich bin so stolz auf meine Mannschaft“ kommentierte eine sichtlich euphorisierte Trainerin Jennifer Küppers den Erfolg.

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