Mein Rheinfussball

07.11.2015

Kaczmarek:"Wie wir zurückgekommen sind hat mir richtig imponiert"

Ein wahnsinnig packendes und unterhaltsames Topspiel endete ohne Sieger.

Jules Schwadorf leitete mit seinem Doppelpack die Aufholjagd der Viktoria ein.

Zum 16. Spieltag der Regionalliga West stand für den FC Viktoria Köln das dritte Topspiel binnen zehn Tagen auf der Programm. Nach Bayer Leverkusen und dem amtierenden Meister der Regionalliga West Borussia Mönchengladbach II gastierte der Tabellenführer Sportfreunde Lotte vor 869 Zuschauern im Sportpark Höhenberg. Nach turbulenten 95 Minuten trennten sich beide Teams 3:3.

„Ich denke wir haben definitiv Punkte verloren. Nach dem 2:0 mussten wir uns erstmal schütteln. Mit Beginn der zweiten Halbzeit hat man gesehen, dass wir das Spiel unbedingt drehen wollten. Nachdem 3:2 waren die Chancen zum 4:2 da, aber da verpassen wir leider das vierte und fünfte Tor“, resümierte Kapitän Mike Wunderlich den Spielverlauf.

Die Hausherren waren vom Start weg bemüht, das Heft in die Hand zu nehmen. Die kalte Dusche gab es allerdings bereits nach sieben Minuten: Eine völlig harmlose Situation brachte den Gästen die frühe Führung ein. Beim Versuch, den Ball nach vorne zu schlagen, rutschte Schlussmann Nico Pellatz aus. Gästestürmer Nico Granatwoski roch den Braten und legte für seinen Mitspieler Alexander Hettich auf, der nur noch ins leere Tor einschieben musste. In der Folgezeit dominierten die Hausherren weiter das Geschehen, der Treffer fiel jedoch abermals auf der anderen Seite: Nach einem Foulspiel von Pellatz verwandelte Jeron Al-Hazaimeh den fälligen Elfmeter zur 2:0-Führung (34.). In einer hitzigen Partie mit vielen Fouls und gelben Karten konnte Jules Schwadorf nach einer Ecke von Mike Wunderlich den wichtigen 1:2-Anschlusstreffer erzielen, der mit dem Halbzeitstand gleichbedeutend war.

Mit einem Paukenschlag eröffnete Jules Schwadorf den zweiten Durchgang und schnürte per sehenswerter Einzelaktion seinen Doppelpack zum 2:2-Ausgleich (48.). Den Gastgebern war deutlich anzumerken, die Partie drehen zu wollen und sie belohnten sich mit dem 3:2 selber. Nach einer Ecke landete der Ball bei Tobias Haitz, der zum 3:2 vollendete (57.). In der Schlussphase einer ereignisreichen Partie kamen die Gäste durch einen Konter noch zum 3:3.Ausgleich (72.)

Trotz des Unentschieden bleibt Tomasz Kaczmarek nichts anderes übrig, als seinem Team ein großes Lob auszusprechen: „Heute bin ich richtig stolz auf die Mannschaft, wie sie sich heute präsentiert hat. Wie wir zurückgekommen sind und nie aufgegeben haben, das war phänomenal“

Autor: Oliver Stopperich

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