11.02.2018

Kantersieg am Karnevalssamstag – Verletzung überschattet Erfolg

Viktoria Köln schlägt den FC Pesch im Test mit 7:0 (3:0). Mike Wunderlich trifft dreimal, Hendrik Lohmar verletzt sich schwer.

„Die Viktoria hat von der ersten bis zur letzten Minute ein Wahnsinnstempo durchgezogen, da konnten wir nur reagieren“ so Peschs Trainer Ali Meybodi, dessen Mannschaft beim Regionalligisten in der neunten Minute in Rückstand geraten war. Sven Kreyer verlängerte eine Ecke und Daniel Reiche traf per Kopf zum 1:0. Anschließend mussten die Höhenberger jedoch eine Schrecksekunde überstehen, denn Hendrik Lohmar verletzte sich an der Schulter schwer, musste ins Krankenhaus und wird wohl mehrere Wochen ausfallen. 

Trotz des unglücklichen Vorfalls fand die Viktoria aber zurück in der Spur und konnte ihre Führung nach 22 Minuten durch Kapitän Mike Wunderlich auf 2:0 ausbauen. Anschließend konnte Peschs Sebastian Bodenröder einen Kopfball von Leander Goralski auf der Torlinie klären und einen höheren Rückstand zunächst verhindern. Dann brachte der FCP-Kapitän allerdings Kreyer im eigenen Strafraum zu Fall. Mit dem fälligen Strafstoß scheiterte Wunderlich zunächst an Christian Tokgözoglu im Gehäuse des Mittelrheinligisten, war aber im Nachschuss erfolgreich und sorgte für die 3:0-Pausenführung (42.).

Keine Minute nach dem Seitenwechsel konnte dann Goralski mit dem 4:0 (46.) den Vorsprung weiter ausbauen. Auch für das 5:0 sorgte danach Goralski, der nach einer Stunde per Hinterkopf seinen zweiten Treffer erzielte. Doch damit war der Torhunger des Regionalligisten noch lange nicht gestillt: Zunächst machte Wunderlich seinen Dreierpack perfekt und schob nach einem abgeblockten Schuss zum 6:0 (75.) ein. Nur 120 Sekunden später wurde Marc Brasnic von Kevin Holzweiler in Szene gesetztm, umkurvte Tokgözoglu und traf zum 7:0-Endstand (77.).

Nicht nur aufgrund des klaren Erfolgs war Viktoria-Trainer Olaf Janßen mit der Leistung seiner Mannschaft sehr zufrieden: „Wir waren mannschaftlich extrem geschlossen, das Gegenpressing hat sensationell gut funktioniert. Die Jungs haben gegen einen engagierten, tiefstehenden Gegner versucht Lösungen zu finden und das mindestens siebenmal erfolgreich gemacht. Insgesamt herrscht ein guter Geist in der Mannschaft und die gute Arbeit aus dem Trainingslager in der Türkei wurde bestätigt.“

Auf der anderen Seite zog FCP-Trainer Meybodi trotz der klaren Niederlage auch positive Dinge aus dem Test: „Wir sind froh und dankbar gegen die Viktoria gespielt zu haben, da bekanntlich alle städtischen Anlagen gesperrt waren und wir sonst vor dem Saisonstart nächste Woche kein Spiel mehr hätten bestreiten können. Für uns war das eine laufintensive Einheit, in der die Jungs sich trotz allem gewehrt haben.“ Im Abwehrverhalten sah der Übungsleiter aber noch Optimierungsbedarf: „Bei einigen Gegentoren sahen wir nicht gut aus, mindestens zwei bis drei waren absolut vermeidbar und hätten von uns besser verteidigt werden müssen.“ Dem pflichtete sein Trainerkollege Peter Mauss bei: "Wir haben hier ordentlich gespielt und viel Laufarbeit geleistet. Das Ergebnis fällt am Ende zu hoch aus."

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