10.02.2018

Katerstimmung in Karlsruhe

Fehler von Dahmani leitet entscheidendes Gegentor zum 0:1 ein - Kessel gesperrt

Ein Ballverlust von Hamdi Dahmani (l.) führte zum entscheidenden 0:1 in Karlsruhe. Foto: Fortuna

Für die Fortuna war am Karnevalssamstag schon Aschermittwoch: Vor 13.826 Zuschauern konnten die Gäste die Festung Wildpark nicht stürmen. Die Kölner unterlagen im Spitzenspiel in Karlsruhe mit 0:1 und verlieren weiter an Boden im Kampf um Tabellenplatz drei in der 3. Liga. Zudem war es die erste Niederlage für die Koschinat-Elf im Jahr 2018. KSC-Torjäger Fabian Schleusener traf schon nach sechs Minuten nach einem Fehler von Kapitän Hamdi Dahmani im Aufbauspiel. Michael Kessel sah die fünfte gelbe Karte und fehlt nun zu Hause gegen Wehen Wiesbaden. 

„Ich bin jetzt schon ein Stück weit angefressen. Wir haben unsere Spielidee viel zu selten durchgesetzt. Wenn du hier beim KSC einmal 0:1 hinten liegst, kannst du eigentlich schon direkt wieder nach Hause fahren. Das war ein Schlag ins Kontor“, sagte Uwe Koschinat.

Uwe Koschinat ersetzte wie angekündigt Bernard Kyere in der Innenverteidigung durch Christopher Theisen. Im Mittelfeld entschied sich der Trainer der Fortuna für eine Doppelsechs. Für den ebenfalls gelb-gesperrten Maik Kegel rückte Markus Pazurek an die Seite von Nico Brandenburger. Michael Kessel erhielt den Vorzug vor Manuel Farrona Pulido. Kessel agierte zentral offensiv. Hamdi Dahmani rückte für ihn auf die linke Seite.

Ausgerechnet ein Fehler des ansonsten zuverlässigen Kapitäns führte zum schnellen Rückstand der Gäste. Dahmani vertändelte 25 Meter vor dem eigenen Tor den Ball. Marvin Wanitzek passte nach rechts zu Anton Fink dessen Flanke fand den Kopf von Fabian Schleusener. Nach sechs Minuten ging der KSC durch den zehnten Saisontreffer seines Torjägers mit 1:0 in Front. Die Fortuna musste sich danach erst mal schütteln. Karlsruhe war weiter dominant. Nach 20 Minuten musste auch KSC-Keeper Benjamin Uphoff nach einem Fernschuss von Dahmani das erste Mal ernsthaft mit der Faust eingreifen. Nur fünf Minuten später hatte Kessel den Ausgleich auf dem Fuß. Dahmani steckte den Ball perfekt durch auf seinen Mitspieler und Uphoff musste den Schuss aus zehn Metern abwehren. Bis zur Pause konnte die Fortuna dann die Partie ausgeglichener gestalten. Auch der KSC kam nur noch sporadisch zu Abschlüssen. Dennoch ging es für die Kölner nach einem Fehler im Aufbauspiel mit einem Rückstand in die Kabinen.

Sichtlich um den Ausgleich bemüht, ging es weiter in den zweiten 45 Minuten für die Fortuna. Aber, Karlsruhe hatte die große Chance auf das vorentscheidende 2:0. Nach einem Einwurf ließ sich Christopher Theisen außen vom eingewechselten Marco Thiede austanzen. Im Strafraum grätschte Theisen noch mal dazwischen, der Ball fiel dann Florent Muslija auf die Füße, der aus zehn Metern anstelle des Tores Lars Bender traf (54.). Kurze Zeit später hatte Theisen Feierabend. Für ihn wurde Farrona Pulido eingewechselt. Brandenburger rückte einen nach hinten. Dahmani in die Zentrale. Im zweiten Spielabschnitt war das Spiel sehr zerfahren. Viele Nickligkeiten auf beiden Seiten bremsten den Fluss der Partie. Eine Viertelstunde vor dem Abpfiff sah Kessel die fünfte gelbe Karte. Er wird nun im Heimspiel gegen Wehen Wiesbaden gesperrt fehlen. Bender hätte beinahe nach einer Hereingabe von Anton Fink ein Eigentor erzielt. Aber der Ball trudelte knapp am langen Pfosten vorbei (77.). Gegen Ende hin kamen noch Thomas Bröker und Okan Kurt für Pazurek und Bender.

„Wir haben gut und mutig gespielt. Das ist bitter, mit 0:1 nach Hause zu fahren. Die frühe Führung hat dem KSC in die Karten gespielt. Der Abstand zu Platz drei wird leider immer größer“, sagte Hamdi Dahmani.

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