15.04.2017

Minusleistung in Münster

2:4 _ Schwache Fortuna bekommt in Halbzeit eins vier Eier ins Nest gelegt

Nicht mehr hingucken, mochte Uwe Koschinat vor allem in der ersten Hälfte. Foto: Fortuna

Die Fortuna hat die schlechte Leistung des letzten Auswärtsspiels in Aalen (0:3) beim 2:4 in Münster noch einmal getoppt. Wie schon damals beim VfR war die Partie bei den Preußen vor 7.006 Zuschauern bereits zur Pause entschieden. 4:0 führten die Hausherren am Samstag nach den ersten 45 Minuten. Bei den Gästen, die dieses Mal obendrein noch in Bestbesetzung angetreten waren, verhinderte Andre Poggenborg eine noch höhere Niederlage, indem er einen Handelfmeter von Rizzi (44.) hielt. Pazurek (63.) und Dahmani per Elfer (80.) betrieben noch Ergebniskosmetik mit ihren Treffern.

Uwe Koschinat brachte gegenüber dem 3:0 gegen Lotte mit Christopher Theisen für den gesperrten Kristoffer Andersen und Selcuk Alibaz für Lars Bender zwei Neue in der Startelf. Alle taktischen Vorgaben waren nach 80 Sekunden im Preußenstadion schon Makulatur. Da zappelte der Ball das erste Mal im Netz der Kölner. Nach einem gegnerischen Eckball konterte Münster über Tekerci und Grimaldi. Linksverteidiger Jeron Al-Hazaimeh umkurvte Poggenborg und schoss das 1:0. Nach zwölf Minuten fiel bereits das 2:0. Eine verunglückte Flanke von Torjäger Adriano Grimaldi senkte sich aus spitzem Winkel über Poggenborg hinweg ins Tor. Die Fortuna trat komplett desolat auf. Nach einem Schuss von Tekerci rettete Cedric Mimbala auf der eigenen Linie (24.). Spätestens nach einer halben Stunde war der Käs dann aber gegessen. Tekerci erhöhte nach Vorarbeit von Grimaldi auf 3:0. Nur Keeper Poggenborg wehrte sich dagegen abgeschossen zu werden bei der Fortuna. Fünf Minuten vor dem Wechsel lupfte El-Hazaimeh dann den Ball an die Latte und Grimaldi staubte zum 4:0 ab. Nach einem Handspiel von Kapitän Daniel Flottmann zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt. Michele Rizzi scheiterte aber mit seinem Schuss unten rechts am einzigen Kölner in Normalform, an Poggenborg.

Koschinat reagierte, brachte mit Kai Bösing und Cimo Röcker für Selcuk Alibaz und Michael Kessel gleich nach der Pause zwei frische Spieler. Bösing köpfte dann auch zumindest mal in die Arme des Keepers Schulze Niehues (48.). Münster war aber weiter torhungrig. Erneut wehrte Mimbala kurz vor der Linie einen Schuss von Rühle ab (53.). Gerade als die Fans der Fortuna „Auswärtssieg“ skandierten, fiel der Ehrentreffer für die Gäste. Markus Pazurek traf wiedermal. Der defensive Mittelfeldspieler zog kraftvoll aus 25 Metern ab und traf ins linke Eck zum 1:4 (63.). Zehn Minuten vor dem Ende trafen die Kölner gar ein zweites Mal. Bösing wurde gefoult. Den fälligen Elfmeter verwandelte Dahmani in seinem 100. Drittliga-Spiel zum 2:4.     

Stimmen zum Spiel: Hamdi Dahmani (Fortuna)

Die erste Halbzeit war eine Katastrophe, wenn Pogge den Ball nicht hält, steht es 0:5. Die zweite Halbzeit von uns war in meinen Augen sehr gut. Es war ein Auf und Ab. Dass wir nach dem ersten Gegentreffer immer noch ein zweites und drittes Tor kassieren, das war unsere Schwäche, die wir ein Stück weit abgestellt hatten. Heute war das ein Schritt zurück, wie in alten Zeiten. In der zweiten Halbzeit haben wir kaum noch Torchancen zugelassen. Mein 100. Spiel macht mich stolz, das ist eine Ehre für mich. Wie das gelaufen ist, macht mich eher traurig.    

Markus Pazurek (Fortuna)

Dass 0:1 hat unserem Spiel einen Knick gegeben. Dass wir dann so zusammenbrechen, das kann nicht sein. Da müssen wir uns alle mal hinterfragen. Ich kann mir das nicht erklären. In der zweiten Halbzeit haben wir ein anderes Gesicht gezeigt und die dann ja auch gewonnen. Wir haben in der ersten Halbzeit alles falsch gemacht, das müssen wir jetzt analysieren.

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