27.08.2017

„Mit Mut und Willen etwas Großes leisten“

Vorwärts Spoho empfängt heute in der ersten Runde des Frauen DFB-Pokals den 1. FFC Niederkirchen.

Für das Duell mit dem Zweitligisten (14 Uhr, Ostkampfbahn) qualifizierte sich die Mannschaft über einen furiosen 2:1-Sieg im FVM-Pokalfinale gegen die favorisierten Frauen von Fortuna Köln (Video-Spielbericht). Der Erfolg war umso beeindruckender, da sich die Spoho-Mädels zu diesem Zeitpunkt selbst coachten. Zur neuen Spielzeit übernahm nun jedoch Ruben Walter das Traineramt beim Regionalliga-Absteiger. 

Vor dem heutigen Spiel gegen Niederkirchen sprach RHEINFUSSBALL mit dem neuen Verantwortlichen an der Seitenlinie, der bisher für die dritte Frauen-Mannschaft verantwortlich und zuvor lange im Jugendbereich des Nachbarn SC Borussia Lindenthal-Hohenlind tätig war.

Was bedeutet es für Sie als Verein, Mannschaft und Trainer im DFB-Pokal zu spielen?

Das ist ein Wahnsinn! Wir freuen riesig darüber, dass wir dabei sein dürfen. Das ist das Größte, was der Verein bisher erlebt hat und für die Mannschaft einen Riesenhighlight. Und so wollen wir das auch leben am Sonntag.

Wie schätzen Sie die Chancen ein, gegen einen Zweitligisten die nächste Runde zu erreichen?

Die Rollen sind klar verteilt in diesem Spiel, aber wir rechnen uns schon unsere Möglichkeiten aus. Wir wollen dem Gegner mit einer kompakten Defensive Paroli bieten und versuchen ihn so lange wie möglich zu beschäftigen, dann gucken was rauskommt. Ich glaube, dass wir das schaffen können. Allerdings ist so etwas auch immer von Faktoren wie der Tagesform und dem nötigen Quentchen Glück abhängig. Das kann man im Vorfeld immer schwer beeinflussen. Wir werden hoffentlich ein gutes Spiel machen und dann schauen wofür das am Ende reicht.

Wie kann Ihre Mannschaft die Überraschung schaffen?

Es wird in so einem Spiel auch um Taktik, aber vor allem um Leidenschaft und Einstellung gehen. Da sehe ich ein großes Plus bei meiner Mannschaft und die Bereitschaft diesen Kampf anzunehmen. Die braucht man im Pokal und ich bin mir zu 100 Prozent sicher, dass wir mit sehr viel Mut und Willen etwas Großes leisten können.

Nach dem Abstieg in die Mittelrheinliga: Wie sehen dort die Ziele aus?

Natürlich gilt man als Absteiger auch direkt immer als Favorit auf den Wiederaufstieg. Von solchen langfristigen Zielen halte ich aber gar nichts, wir müssen da kurzfristiger gucken. Wir wollen attraktiven, erfrischenden Fussball spielen und das möglichst auch erfolgreich. Wenn die Mannschaft ihre Qualitäten jede Woche zeigt, werden wir oben mitspielen. Der Aufstieg als Ziel schafft eine Drucksituation, die wir nicht brauchen. Wir müssen ein System finden, das uns Spass macht und wofür es am Ende reicht, das werden wir sehen. Unabhängig vom Tabellenplatz wollen wir eine gute Rolle spielen.

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