14.02.2017

Relegations-Irrsinn abschaffen?!

Eine deutschlandweite Umfrage der Lausitzer Rundschau ergab, dass 80 Prozent der befragten Clubs für eine Reformierung des derzeitigen Systems mit nur drei Aufsteigern aus fünf Regionalligen sind.

Den Finger in die Wunde hatte jüngst Claus-Dieter Wollitz gelegt. Der ehemalige Trainer von Viktoria Köln, jetzt in der Verantwortung bei Energie Cottbus, wetterte einerseits gegen die Zerstückelung der Spieltage. Anlass dafür war die Tatsache gewesen, dass trotz weitreichender Spielabsagen zwei Partien der Regionalliga Nordost stattfinden sollten, was er als Wettbewerbsverzerrung empfand. Andererseits nahm er dies auch zum Anlass, um einmal mehr Generalkritik an der gängigen Aufstiegsregelung zu üben.

Die jüngste Befragung, an der allerdings nur 40 der insgesamt 91 Regionalligisten teilnahmen, ergab nun, dass die meisten für eine Reduzierung von fünf auf vier Regionalligen, mit gleichzeitig vier Absteigern aus der 3. Liga plädieren. Auf dieser Grundlage könnte endlich die bereits lange geforderte Maxime, dass ein Meister aufsteigen muss, umgesetzt werden.

Die besagten 80 Prozent, darunter auch Proficlubs (u.a. VfL Wolfsburg, Hamburger SV, Eintracht Braunschweig) mit ihren Zweitvertretungen oder Traditionsvereine (u.a. Waldhof Mannheim, Kickers Offenbach, Alemannia Aachen, Carl Zeiss Jena) wären bereit eine Initiative zu unterstützen, die beim DFB mit entsprechend erhöhter Stimmkraft für eine Neuregelung der Aufstiegsmodalitäten einstehen würde. Wollitz ging in dieser Hinsicht sogar soweit, dass er die Vereine zum Streik aufforderte!

Rund drei Viertel der Umfrageteilnehmer stimmten auch den aufgestellten Thesen zu, dass durch die "Unwägbarkeiten der Relegation eine langfristige Planung quasi unmöglich" sei und es bei "keiner anderen Liga im deutschen Fußball ein derartiges Nadelöhr" gäbe.

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