01.10.2017

„So ein Desaster möchte ich nicht nochmal erleben“

Das Pescher Trainerduo, Peter Mauss und Ali Meybodi, im Interview.

Peter Mauss (r.) geht in sein viertes Jahr als Trainer des FC Pesch, Ali Meybodi (l.) in sein zweites. Die beiden trainieren den Mittelrheinligisten als gleichberechtigtes Duo.

Nach der deftigen Pleite der Vorwoche (6:0 beim SV Breinig) ist der FC Pesch auf Wiedergutmachung aus und empfängt heute in der Mittelrheinliga Viktoria Arnoldsweiler. Vor dem Spiel sprach RHEINFUSSBALL mit den beiden Trainern über das Zustandekommen der deutlichen Niederlage, die dadurch gewonnenen Erkenntnisse und den nächsten Gegner.

0:6 in Breinig, das hört sich erstmal heftig an, was war da los?

Peter Mauss: Das wird dir keiner glauben, wenn du sagst „Eigentlich hätten wir das „Spiel gewinnen können.“ Aber in der Tat, in der ersten Hälfte waren wir gut drin in der Partie, hatten drei Lattetreffern. Dann haben wir zu Pause ein paar Dinge besprochen, was wir ändern wollen, gehen raus und kommen dann auch direkt zu einer Gelegenheit, als Alex (Iskender Papazoglu, d.Red). wieder per Kopf das Lattenkreuz trifft. Aus der Nummer wird ein Konter und verkehrte Welt, auf einmal steht es 1:0. Dann nahm die Sache ihren Lauf, das war füchterlich mit anzusehen.

Ali Meybodi: Pech und Glück waren so eng zusammen. Wenn du in Führung gehst, wird das Spiel wahrscheinlich nicht diesen Verlauf nehmen. Wenige Minuten später folgte ein Abstimungsfehler, wir bekamen keinen Zugriff und auf einmal steht es 0:2. Dann war Schockstarre, dann ging gar nicht mehr bei uns. Das darf einfach nicht passieren. Du darfst ein Spiel verlieren, aber nicht so.

Welche Schlüsse könnt ihr aus dieser Niederlage ziehen?

Mauss: Wir haben beschlossen vom Spielsystem her anders zu agieren, im 4-2-3-1 mit zwei Sechsern defensiver zu stehen. Dazu sind wir ohnehin gezwungen weil uns Gaetan Maison aufgrund seiner Roten Karte auch fehlen wird. Wir müssen Boden unter die Füsse bekommen, ich denke das Torverhältnis wird am Ende der Saison mitentscheiden.


Meybodi: Wir müssen einfach reifer und erwachsener werden. Nach dem 2:0 haben wir prompt das 3:0 kassiert. Da muss man auch mal Schadensbegrenzung betreiben und sagen: Komm wir bleiben mit acht Mann hinten, gehen mit einem 3:0 nach Hause anstatt uns hier abschießen zu lassen! Aber wir haben eine junge Mannschaft, sie kann aus Niederlagen auch noch lernen.

Jetzt geht es gegen Arnoldsweiler, was erwartet ihr für ein Spiel?

Mauss: Ich erwarte, dass die Jungs sich rehabilitieren wollen, davon gehe ich aus. Ich bin davon überzeugt, dass sie belohnen. Ansonsten ist der Sieg gegen Hilal vor zwei Wochen (3:1, Spielbericht) vor drei Wochen auch nichts wert. Ali und Ich müssen uns letzten Endes in die Pflicht nehmen und überlegen was wir anders machen können. So ein Desaster möchte ich nicht nochmal erleben.

Meybodi: Das ist eine Mannschaft, die in der Tabelle mit vier Punkten so dar steht wie wir. Das ist eine etablierte Mittelrheinliga-Mannschaft, die eigentlich auch immer eine gute Rolle gespielt. Sie stehen auch nicht da wo sie sich das vorstellen, haben einige Spiele unglücklich verloren. Das wird eine enge Kiste. Ich kenne den Trainer, er wird seine Mannschaft gut einstellen. Für beide Parteien gilt es nicht den Anschluss zu verlieren. Eine weitere Niederlage kann sich keiner erlauben, um nicht den Anschluss zu verlieren. Das ist ein psychologisch wichtiges Spiel, da beide nicht vor Selbstvertrauen strotzen. Die Tagesform und besseren Nerven werden entscheidend sein.

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