15.08.2016

Starke Leistung reicht nicht für Süryoye

Trotz einer über weite Strecken großen Dominanz endet Süryoyes Pokal-Saison gegen Ossendorf.

Gute Pferde springen knapp: Erst in der Nachspielzeit erzielte Ossendorf den 3:3-Ausgleich, ehe man in der Verlängerung den Sack zu machen konnte.

Für den D-Ligisten FC Süryoye Köln endet in der zweiten Runde des Kölner Kreispokal die Reise gegen Germania Ossendorf. Bis kurz vor Schluss sah es nach einem Heimsieg aus, ehe die Gastgeber den späten Ausgleich hinnehmen mussten. In der Verlängerung klingelte es noch satte fünf Mal, am Ende hieß es 7:4 (3:3) für den C-Ligisten aus Ossendorf.

„Wir haben das Spiel klar dominiert, deswegen war es eine ärgerliche Niederlage“, blickte Süryoye-Coach Muhammet Ucar auf die Begegnung zurück. In einer torreichen Partie standen die Gastgeber kurz vor dem Erfolg, den C-Ligisten aus dem Wettbewerb zu kegeln, ehe ein Torwartpatzer Germania zurück ins Spiel brachte: „Unser Torwart hatte leider einen schlechte Tag, sodass wir in der Nachspielzeit den Ausgleich hinnehmen mussten. Aber ich bin zufrieden, weil wir spielerisch stark waren“, zog Ucar dennoch ein positives Fazit.

Trotz spielerischer Dominanz gingen die Gastgeber nach sieben Minuten in Rückstand, die Führung für Ossendorf erzielte Benjamin Aulbach. Nach dem Seitenwechsel erwischten die Aramäer den besseren Start und erzielten durch Can Gezici den Ausgleich (50.). In einer spektakulären Schlussphase bekamen die Zuschauer jede Menge Unterhaltung geboten: Zunächst gingen die Ossendorfer in der 76. Minute durch Kevin Adamski in Führung, ehe Björn Schütte nur 60 Sekunden später den erneuten Ausgleich erzielten. Fünf Minuten vor Schluss sahen Die Gastgeber auf einmal wie der sichere Sieger aus, als Björn Schütte für den viel umjubelten 3:2-Führungstreffer sorgte. Der Schock erfolgte in der Nachspielzeit: Wieder war es Benjamin Aulbach, der zum späten 3:3 einschob (95.)

Torfestival in der Verlängerung

In der Verlängerung zeigten beide Mannschaften guten Offensivfußball, allerdings wussten die Gäste mit ihren Chancen besser umzugehen. Danny Hemmersbach (97.) und Kevin Adamski (103.) ballerten die Germanen zunächst 5:3 in Führung, ehe erneut Can Gezici Süryoye zurück ins Spiel brachte (4:5, 105.). Nach tollem Kampf reichte es jedoch nicht mehr für ein Comeback, Ossendorf erhöhte noch auf 7:4 und zog in die dritte Runde ein. Da wartet mit dem DSK Köln ein ambitionierter Bezirksligist, der die Germania vor eine schwierige Aufgabe stellen wird.

Auch wenn die Niederlage bitter für Süryoye war, lässt man im Verein nicht den Kopf hängen: „Unser Ziel war nicht der Pokal, es wäre eine Zumutung gewesen zusagen, wir wollen richtig weit kommen. Lieber scheiden wir früher aus und können noch einige Trainingseinheiten hinlegen, als die Doppelbelastung zu haben. Wir sind nicht traurig", so der Trainer.

Autor: Oliver Stopperich

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