11.07.2017

Streit eskaliert: Modeste klagt gegen den FC!

Nachdem sich ein China-Wechsel wohl endgültig zerschlagen hat, treffen sich der Stürmer und der 1. FC Köln nun vor dem Arbeitsgericht.

Möchte jetzt wieder am Trainingsbetrieb des FC teilnehmen: Anthony Modeste. / Bild: Ben Horn

Anthony Modeste war zuletzt wegen der Verhandlungen mit dem chinesischen Erstligisten Tianjin Quanjian vom Vorbereitungsprogramm freigestellt worden. Nun möchte sich der Franzose per einstweiliger Verfügung wieder in den laufenden Trainingsbetrieb der Geißblöcke einklagen. Wie das Arbeitsgericht Köln am Dienstag bestätigte, treffen sich beide Parteien am Donnerstag um 11 Uhr zur Verhandlung.

„Das ist schon eine eher ungewöhnliche Klage“, erklärte Frederik Brand, Sprecher vom Kölner Arbeitsgericht, gegenüber dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Welche Erfolgsaussichten die Klage des FC-Torjägers hat, könne man nicht prognostizieren. Modeste hatte seinen Noch-Arbeitgeber nicht über diesen Schritt informiert, sodass die FC-Verantwortlichen um Jörg Schmadtke erst durch die Pressemitteilung des Gerichts davon erfuhren.

Der Wechsel zu Tianjin hatte sich zerschlagen, da Modeste die Unterschrift unter den Auflösungsvertrag in Köln verweigerte. Er sollte nach Plänen der Chinesen die Ablösesumme offiziell selbst zahlen, um eine Transferregelung zu umgehen. Der 29jährige befürchtete aber, dass er die Summe dann in Deutschland versteuern müsste.
 
Dieser Version könnte allerdings auch nur ein Vorwand gewesen sein, denn in einigen Medien wird darüber spekuliert, dass seine Frau kein Interesse an einem Umzug nach China habe und einen Wechsel ihres Mannes an die Côte d'Azur, zu Olympique Marseille bevorzuge. Die Südfranzosen hatten ebenfalls Interesse am französischen Goalgetter gezeigt.

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