07.02.2018

Südkurve gegen FC-Stadionpläne!

Der Südkurve 1. FC Köln e.V. hat sich für einen Verbleib in Müngersdorf ausgesprochen.

Bild: Südkurve 1. FC Köln e.V.

Der Interessenvertretung der "aktiven Fanszene" ist der Ansicht, dass die aktuelle Kapazität des Müngersdorfer Stadions mit 50.000 Plätzen „vollkommen ausreichend ist“, mögliche Umsatzsteigerungen durch einen Neubau eher einer „Milchmädchenrechnung als einer langfristigen und nachhaltigen Planung“ und die Mietzahlungen bereits ein Entgegenkommen der Stadt Köln darstellen.

Die Stellungnahme des Südkurve 1. FC Köln e.V. im Wortlaut:

Ein Schmuckkästchen, nicht nur an Weihnachten: Das Müngersdorfer Stadion!

Kritik an Stadionplänen

In den letzten Wochen hat sich einmal mehr gezeigt, welches Faustpfand das Müngersdorfer Stadion für unseren 1. FC Köln sein kann. Völlig zurecht stellte Stefan Ruthenbeck diese Tatsache nach dem Heimspiel gegen Augsburg klar. Leider hat diese Erkenntnis aber immer noch keinen Einzug in die Führungsriege unseres Vereins gefunden. Stattdessen beschäftigt man sich weiterhin mit einem möglichen Neubau an einem anderen Ort. Nichts destotrotz erwarten wir ein Ende dieser aberwitzigen Gedankenspiele und ein klares Bekenntnis zum Standort Müngersdorf. Bereits im September des vergangenen Jahres haben wir einen offenen Brief an den Vorstand des 1. FC Köln zu dieser Thematik gesendet.

Wir besitzen eines der schönsten Stadien Deutschlands, welches erst vor kurzem den Zuschlag für die Austragung von Spielen einer Europameisterschaft im Jahr 2024 erhalten hat und dessen Kapazität vollkommen ausreichend ist. Werner Spinners Aussage „Wir wissen alle, dass wir zu wenig Plätze haben. Bei sechs, sieben Spielen könnten wir locker mehr als 75.000 Tickets verkaufen.“ hat sich als fundamentale Fehleinschätzung herausgestellt. Stattdessen sind Eintrittskarten regelmäßig im freien Verkauf erhältlich oder werden sogar zu günstigen Sonderkonditionen angeboten.

Darüber hinaus sind bis heute keine realistischen Zahlen über Kosten und mögliche Erlöse eines Stadionneubaus bekannt. Die in der Öffentlichkeit genannten Zahlen (z.B. Umsatzsteigerung von 15 Millionen Euro) entsprechen eher einer Milchmädchenrechnung als einer langfristigen und nachhaltigen Planung.

Ein weiteres fadenscheiniges Argument für den Neubau eines Stadions ist die Höhe der Mietzahlungen. Immer wieder wird von Seiten der Vereinsführung betont, dass die Miete in Müngersdorf aktuell zu hoch sei. Dabei vergessen die Verantwortlichen scheinbar, dass die Stadt Köln dem 1. FC Köln in den Jahren der Zweitklassigkeit mit einer Reduzierung der Miete massiv entgegen gekommen ist. Zur damaligen Zeit war zeitweise sogar von einer möglichen Insolvenz die Rede.

Erst durch das Entgegenkommen der Verantwortlichen bei Stadt und Sportstätten GmbH konnte das Überleben des 1. FC Köln gesichert werden. Die Vertragskondition wurde sogar von der EU überprüft, da eine unrechtmäßige Subventionierung durch kommunale Mittel denkbar gewesen wäre.

Jetzt den Vorwurf zu erheben, dass der Verein nach einer Phase des sportlichen und wirtschaftlichen Erfolgs zu stark zur Kasse gebeten wird, ist unaufrichtig und entspricht nicht der Realität. Bei einem möglichen Abstieg wären die ausgehandelten Konditionen zudem wieder eine spürbare Entlastung des Etats.

Diese verzerrte Darstellung in der Öffentlichkeit muss von den Verantwortlichen des 1. FC Köln endlich klar gestellt werden. Es geht nicht nur um unseren Verein sondern auch um unsere Stadt. Dieser Verantwortung können sich die Verantwortlichen nicht weiter entziehen.

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