02.10.2017

Trainerrücktritt nach Panne: „Für mich nicht akzeptabel“

Thomas Zdebel und der SV Bergisch Gladbach 09 gehen ab sofort getrennte Wege.

Ein nachdenklicher Thomas Zdebel nach dem Spiel in Hennef.

Hintergrund seines Abschieds ist ein Vorfall vor der gestrigen 1:3-Niederlage beim FC Hennef 05. Kurzfristig musste Zdebel auf fünf Stammkräfte, da deren Status, ob sie spielberechtigt sind oder nicht, vor der Partie nicht geklärt werden konnte. Um auf Nummer sicher zu gehen, wurde auf den Einsatz von Michael Cebulla, Alain N’Goua, Andreas Dreiner, Marvin Steiger und Fabian Montabell verzichtet.„Ich habe 15 Minuten vor dem Spiel erfahren, dass die Jungs nicht eingesetzt werden können. Das ist für mich nicht akzeptabel und daraus ziehe ich nun meine Konsequenzen“ so Thomas Zdebel. Offensichtlich wurde versäumt, die betreffenden Akteure sozialversichert anzumelden. 

Ohne die fünf Leistungsträger war seine Mannschaft beim FC Hennef durch einen Doppelschlag von Andre Klug
(1:0,1./2:0,3.) bereits kurz nach dem Spielbeginn in Rückstand geraten. Anschließend traf Muhammed Özdemir beim Versuch einen Schuss von Sven Brand von der Linie zu kratzen zum 3:0 (19.)ins eigene Tor. Ebenfalls unter Mithilfe des Gegners gelang Bergisch Gladbach kurz darauf auf der Gegenseite der Anschlusstreffer: Marius Ehrenstein hatte einen Schussversuch von Maximilian Büsch für Keeper Niclas Altmann unhaltbar ins eigene Tor gelenkt (3:1,26.). die 09er überzeugten anschließend spielerisch, für Zählbares es aber trotz guter Chancen nicht mehr.

Nach Zdebels Demission übernimmt kurzfristig Co-Trainer Vincent Haller die Mannschaft und betreut diese bereits am morgigen Dienstag (15.30 Uhr) im Kreis-Pokalfinale gegen den TuS Marialinden, das in Lindlar ausgetragen wird. Das gilt auch für das nächste Mittelrheinliga-Spiel am kommenden Sonntag (15 Uhr) in der BELKAW Arena gegen den Siegburger SV. Gleichzeitig begeben sich die Verantwortlichen nun auf die Suche nach einem neuen Cheftrainer.

„Wir bedauern diesen Schritt sehr“, erklärt 09-Präsident Peter Surbach. „Thomas hat in den letzten Jahren hier sehr gute Arbeit geleistet. Sein Schritt überrascht uns allerdings. Für die Zukunft wünschen wir ihm alles Gute und viel Erfolg.“ Der 44 Jahre alte Ex-Profi hatte die Mannschaft im März 2015 in Abstiegsgefahr übernommen und anschließend noch ins gesicherte Mittelfeld geführt. In dieser Spielzeit wartet Bergisch Gladbach nach vier Remis und zwei Niederlagen noch auf den ersten Saisonsieg.

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