09.11.2017

U 23 und Moran gehen getrennte Wege

Vorstand der Fortuna gibt vor Spiel gegen Deutz den Abschied bekannt

Robert Moran ist nicht mehr Trainer der U 23. Nach 5 1/2 gemeinsamen Jahren erfolgte die Trennung.

Robert Moran ist nicht mehr Trainer der U 23 der Fortuna. Dies teilten der 1. Vorsitzende Hanns-Jörg Westendorf und der sportliche Leiter Stefan Puczynski der Mannschaft am Donnerstagabend vor dem Training mit. Beim Heimspiel am kommenden Sonntag (15.15 Uhr) gegen Deutz 05, den Tabellenführer der Landesliga 1, wird die Reserve des Drittligisten von Puczynski, Andreas Moog und dem gesperrten Kapitän Nils Remagen betreut. 

„Ich finde es sehr schade. Und die Trennung ist mir sehr schwer gefallen, da ich mit Robi privat befreundet bin. Er hat sehr akribisch gearbeitet und sich mit der Fortuna-Familie identifiziert. Das habe ich in den fünfeinhalb Jahren in der Form noch bei keinem gesehen. Umso größer war die Enttäuschung, dass trotz des großen Aufwands, den er betrieben hat, wir nur acht Punkte haben. Ich trage natürlich die Entscheidung des Vereins mit. Ich hätte ihn gerne weiter an den Verein gebunden, er wollte das erst mal nicht. Die Tür ist für ihn bei Fortuna immer offen“, sagte Puczynski, der sich nun auf die Suche nach einem neuen Trainer begeben will. „Wir haben bisher keine Gespräche mit anderen Trainern geführt. Wir haben ein Profil angefertigt und werden nun den Trainertyp suchen, wie wir ihn uns vorstellen. Ich hoffe, dass wir Anfang der Woche einen neuen Trainer präsentieren können. Wir haben bis Winter ein brutales Programm. Die Mannschaft ist willig, den Karren aus dem Dreck zu ziehen.“

Moran kam damals in der Kreisliga B vom SC Rondorf als Spieler zur Fortuna. Später fungierte er als Co-Trainer von Andre Otten und hatte maßgeblichen Anteil an den drei Aufstiegen in Serie. Nach der Trennung von Otten im Winter vergangenen Jahres übernahm Moran die U 23 eigenverantwortlich. Trotz eines radikalen Umbruches zum Jahreswechsel belegte er mit der stark verjüngten Elf am Ende einen siebten Platz. In dieser Saison blieb die U 23 indes hinter den Erwartungen zurück und rutschte zuletzt auf einen Abstiegsplatz ab.

„Das war für mich heute ein enttäuschender Tag. Der Abschied von der Mannschaft ging mir sehr nah. Ich habe nach wie vor großes Vertrauen in die Spieler. Die ereignisreiche Zeit bei der Fortuna will ich nicht missen. Ich habe das Konzept des Vereins mit jungen Spielern zu arbeiten, gerne umgesetzt und habe versucht, sie weiter zu entwickeln. Am Ende des Tages ist Fußball ein Ergebnissport. Als Trainer stehe ich in der Verantwortung. Ich bin davon überzeugt, dass wir es gemeinsam geschafft hätten, da unten rauszukommen. Der Verein sah das anders. Ich danke allen, die gemeinsam mit mir gearbeitet haben. Ich werde jetzt erstmal die Auszeit genießen. Das letzte Jahr war sehr kräftezehrend. Für neue Herausforderungen bin ich aber offen“, sagte Robert Moran.

„Menschlich tut mir die Trennung unheimlich weh und leid. Ich habe mit Robi fünfeinhalb Jahre bei Fortuna zusammengearbeitet und wir haben so manche schöne, sehr emotionale Stunde in der langen Zeit miteinander verbracht. Ich habe selten einen Trainer erlebt, der sich so detailliert vorbereitet hat und der mit so viel Herzblut bei der Sache war“, sagte Teammanager Stefan Kleefisch. 

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