15.05.2017

Überragender Grami schnürt Fünferpack

Germania Geyen feiert beim Tabellenvierten Erfa Gymnich einen unglaublichen 1:8-Auswärtserfolg.

Hamza Grami (l.) traf in Gymnich gleich fünfmal. / Bild: SC Germania Geyen

Die Gastgeber kamen zunächst besser ins Spiel und hatten die klareren Chancen. „In der ersten Halbzeit haben wir uns noch relativ schwer getan und hatten Probleme uns zu orientieren, nicht die nötige Spielruhe“ so Geyens Trainer Björn Effertz, der aber nicht nur das eigene Spiel bemängelte. Der Ascheplatz sei „unter aller Kanone abgekreidet“ und die Linien nicht richtig zu erkennen gewesen. „Das war sicherlich auch für den Schiri schwer zum pfeifen. Zum Glück sind keine Situationen dazu gekommen, die das Spiel hätten beeinflussen können.“

Nichtsdestotrotz ging seine Mannschaft nach 12 Minuten durch Benjamin Blauen mit 0:1 in Führung und hatte anschließend auch zahlreiche Möglichkeiten, um weitere Treffer zu erzielen. So vergab Hamza Grami zwei Riesenchancen. Patrick Löhr ging alleine auf Erfa-Keeper Markus Fieseler zu, überlegte allerdings zu lange und verzog ebenfalls.

Und so kam es, wie es kommen musste: Auf der Gegenseite traf kurz vor der Pause Gymnichs Nino Schmitz mit einem abgefälschten Schusszum glücklichen 1:1-Ausgleich in den Winkel. Zuvor waren die Gastgeber erheblich dadurch geschwächt worden, dass mit Erfas Kapitän Tobi Berg der wohl beste Spieler noch vor der Pause verletzt ausgewechselt werden musste,
 
Trotz des Unentschiedens waren sich Effertz und seine Truppe in der Halbzeit sicher, an diesem Tag die bessere Mannschaft zu sein und im zweiten Durchgang sollte dann auch alles zu Gunsten der Gäste laufen. Den Torreigen eröffnete schließlich Hamza Grami fünf Minuten nach Wiederanpfiff (50, 1:2). Grami war es auch, der kurz darauf nachlegte und auf 1:3 (57.) erhöhte.

Nach einer Gelb-Roten Karte für ein wiederholtes Foulspiel hatten die Gastgeber anschließend in Unterzahl zu agieren. Diese nutzten die Gäste durch Benjamin Niggemann (1:4, 67.) und einen lupenreinen Hattrick von Grami (1:5, 74.; 1:6, 77.; 1:7, 84.), um das Ergebnis noch deutlich in die Höhe zu schrauben. Für den Schlusspunkt sorgte schließlich der eingewechselte Stefan Radecke, der nach 89 Minuten zum 1:8-Endstand traf. Erfa Gymnich hatte sich im Laufe des Spiels derweil nur noch darum bemüht, die Partie zu verwalten und keine weiteren Tore zu kassieren. Ein Plan, der am Ende nur bedingt aufging!

„Wir wollen uns jetzt auf die letzten Aufgaben vorbereiten“ wusste Effertz zu diesem Zeitpunkt bereits darüber bescheid, dass auch der ärgste Konkurrent BW Kerpen wieder gewonnen hatte: „Wir sind also unter Zugzwang, wenn wir nach oben hin noch was erreichen wollen“ schätzte der Trainer die akuelle Situaion richtig ein.

Mit drei Punkten mehr auf dem Konto zog Geyen nun in der Tabelle auf Platz Zwei vorbei. Habbelrath-Grefrath, das auf Rang 3 abrutschte, hat mittlerweile drei Punkte Rückstand auf die Germania. “Ich bin froh, dass wir den zweiten Tabellenplatz erobert haben und nun auch in der öffentlichen Wahrnehmung vielleicht etwas mehr im Fokus stehen“ so Germania-Coach Effertz.

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