26.11.2017

„Viktoria hat ein bisschen geschwitzt“

Der SC Brühl verkauft sich achtbar, unterliegt Viktoria Köln aber am Ende deutlich mit 3:7 (0:2).

Vor guter Kulisse am Kunstrasenplatz des Schlossparkstadions zeigte Viktorias Trainer Marco Antwerpen, dass er das Duell mit dem Landesligisten ernst nahm und schickte eine Elf auf den Platz, die so durchaus auch als Stammformation durchgehen konnte. „Uns war im Vorfeld bewusst, dass das hier eine unangenehme Aufgabe wird, aber ich glaube wir haben das im ersten Durchgang gut gelöst, den Ball und Gegner laufen lassen“ so Antwerpen. 

Seine Mannschaft konnte auch bereits nach acht Minuten in Führung gehen. Nach einer Hereingabe von Sascha Eichmeier war es Marc Brasnic, der zum 0:1 traf. Neun Minuten später erhöhte Tobias Willers nach einem langen Freistoß per Kopf auf 0:2 (17.). „Wir hatten in den ersten 25 Minuten zuviel Respekt und das ist schade. Denn als wir den abgelegt haben, war es ein spiel auf Augenhöhe. Es hat Spass gemacht, wir haben den Gegner sehr früh gestört, haben Torchancen rausgespielt, nur leider stand es da schon 0:2“ so Brühls Trainer Tilman Waegner, der in der Halbzeit einige Umstellungen vornahm.


Zunächst zeigten diese keine Wirkung, denn die Viktoria konnte bereits kurz nach Wiederanpfiff für klare Verhältnisse sorgen: Erst erzielte Brasnic mit seinem zweiten Treffer das 0:3 (47.). Dann ließ Mike Wunderlich SCB-Keeper Thomas Nolden aussteigen und sorgte für das 0:4 (52.). Fünf Minuten später war es jedoch Brühls Kapitän Lukas Rösch, dem aus spitzen Winkel der 1:4-Anschlusstreffer (57.) gelang, nachdem er sich zuvor gut hatte durchsetzen können. Fast im direkten Gegenzug durfte Brasnic allerdings seinen Dreierpack schnüren und mit einem Schuss in den Winkel zum 1:5 (59.) den alten Abstand wieder herstellen.

Die Partie schien für den Favoriten entschieden, doch dann sorgten die Schlosstädter per Doppelschlag nochmal für Spannung: Zunächst war es Rösch, der zum zweiten Mal stach und das 2:5 (68.) erzielte. Nur zwei Zeigerumdrehungen später verkürzte Janek Wrede per Freistoß gar auf 3:5 (70.). "Wir haben nach dem 0:4 vielleicht zu früh den Fehler gemacht, ein bis zwei Gänge rauszunehmen und den Gegner dadurch wieder ins Spiel kommen lassen“ zeigte sich Viktorias Übungsleiter selbstkritisch.

Denn in der Folge ging der Landesligist volles Risiko, um noch für eine Überraschung zu sorgen, aber ein weiteres Tor wollte nicht fallen. Stattdessen sorgten die Gäste in der Schlussphase für klare Verhältnisse. Erst war es Wunderlich, der nach einem Solo zum 3:6 (85.) traf. Anschließend sorgte Simon Handle mit dem 3:7 (89.) für den Schlusspunkt. „Mir hat der Auftritt von Brühl aber insgesamt sehr gut gefallen. Wir sind unter dem Strich sehr zufrieden, bei einem starken Landesligisten eine Runde weitergekommen zu sein“ hatte Antwerpen nach dem Spiel viel Lob für den Aussenseiter übrig. Sein Gegenüber an der Seitenlinie des SC Brühl, Tilman Waegner, hielt abschließend fest: :„Viktoria Köln hat als der Tabellenführer der Regionalliga ein bisschen geschwitzt“ und spielte damit natürlich auf die Phase nach dem 3:5 an.

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