19.12.2015

Zweiter Auswärtserfolg dank zweier Eigentore

Die Fortuna klettert nach 2:0 in Aalen auf einen einstelligen Tabellenplatz - Schulterbruch bei Biada?

Bereits nach 41 Minuten musste Cauly Oliveira Souza das Spielfeld verlassen. Foto: Augstein

Für die Fortuna kommt die Winterpause zum falschen Zeitpunkt. Mit 2:0 gewannen die Kölner am Samstag beim VfR Aalen. Damit brachte die Mannschaft von Trainer Uwe Koschinat den Hausherren nicht nur die erste Heimniederlage der Saison bei, sondern die Südstädter feierten auch den dritten Sieg in Serie. Nach dem Sieg in Erfurt war es der zweite Auswärtserfolg. Mit nunmehr hervorragenden 28 Punkten überwintern die Gäste in der 3. Liga auf dem neunten Rang. Diesen bemerkenswerten Aufschwung hätten viele der Fortuna vor einigen Wochen sicher nicht zugetraut. Der Abstand zu der Abstiegsregion ist jetzt auf sieben Punkte angewachsen.

Die Fortuna begann in der Scholz-Arena mit der erwarteten Aufstellung. Für den gesperrten Kusi Kwame und die verletzten Lars Bender sowie Markus Pazurek rückten Hamdi Dahmani, Tobias Fink und Oliver Schröder in die Startelf. Aalen hatte die erste Chance der Partie. Einen Kopfball von Schwabl nach einer Ecke von Klauß lenkte Andre Poggenborg gekonnt über die Latte (7.). Nur drei Minuten später waren die Gäste dann aber im Glück. Nach einer Hereingabe von rechts durch Julius Biada grätschte Innenverteidiger Fabian Menig in den Ball und bugsierte ihn mit dem linken Fuß aus fünf Metern in die kurze Ecke unhaltbar für seinen eigenen Keeper ins Netz zum 0:1. Aalen zeigte sich aber unbeeindruckt von dieser bitteren Pille und hatte sogleich die nächste Möglichkeit. Klauß kam mit Dampf über links, passte nach innen und an der Strafraumgrenze lauerte freistehend Gerrit Wegkamp, dessen schwachen Schuss Bone Uaferro aber mit etwas Glück vor Poggenborg stehend abwehrte (13.).

Der VfR machte das Spiel. Fortuna die Tore. Nach 28 Minuten bekam die Fortuna aus zentraler Position nach einem Foul von Schwabl an Kristoffer Andersen einen Freistoß zugesprochen. Biada trat an, und dessen Schuss fälschte Schwabl unglücklich mit dem Hinterkopf ins Tor zum 0:2 ab. Erneut war Schnitzler im Aalener Tor chancenlos. Eigentor Nummer zwei für die vom Pech verfolgten Hausherren. Glück hatte die Fortuna, als Cauly Oliveira Souza den Ball im eigenen Strafraum vertändelte und beim anschließenden Zweikampf seinen Gegenspieler Thorsten Schulz kurz am Trikot zupfte, der die Einladung annahm und hinfiel. Da hätten sich die Gäste nicht über einen Elfmeter-Pfiff beschweren dürfen (38.). Beinahe im Gegenzug konnte sich Schnitzler erstmalig auszeichnen. Einen Kopfball von Marco Königs aus zehn Metern wehrte der Aalener Schlussmann gut ab. Nur eine Minute später war die Begegnung dann für den unglücklich agierenden Oliveira Souza vorüber. Für ihn kam Michael Kessel aufs Spielfeld (41.).

Auch in Halbzeit zwei gab es ein unverändertes Bild. Aalen hatte die größeren Spielanteile. Die Fortuna stand tief, kam aber kaum in ernsthafte Bedrängnis. Poggenborg hielt einen Flachschuss von Edwini-Bonsu in die rechte Ecke locker fest (50.). Mit zunehmender Spieldauer hatten die Kölner das Geschehen immer besser im Griff. Und das Glück war weiter nicht auf der Seite des VfR. Nach einem abgefälschten Freistoß des eingewechselten Hodja flog der Ball von rechts erneut in den Kölner Strafraum, wo ihn Gerrit Wegkamp zunächst an den Innenpfosten köpfte, von dort fiel die Kugel hinter die Torlinie. Aber der Schiedsrichter erkannte auf Abseitsstellung (66.). Zehn Minuten vor dem Abpfiff kam dann Johannes Rahn für Marco Königs, der wiederum viel gerackert hatte. In der 82. Minute war dann auch die Fortuna mal nicht mit dem Glück im Bunde. Eine Hereingabe von Dahmani verlängerte Rahn mit der Hacke zu Biada, der vermeintlich das entscheidende 0:3 markierte. Aber auch dieses Tor zählte wegen Abseits nicht, was aber zumindest strittig erschien. Fünf Minuten vor dem Ende schöpfte Uwe Koschinat sein Wechselkontingent aus. Für Biada, der mit Verdacht auf Schulterbruch raus musste, kam Andreas Glockner.

Autor: Stefan Kleefisch

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