Zuschauerbericht verfasst von: Christian Tschorn

04.11.2017

3 Elfmeter, 102 Spielminuten und ein überraschendes Ergebnis.

Zuschauerbericht

Wenn der Tabellenvorletzte zum Tabellenersten reisen muss, dann gibt es zwei Möglichkeiten: Ein Heimsieg des Tabellenführers ohne nennenswerte Aussagekraft oder aber ein Spiel, über das alle reden, nur der Tabellenführer lieber diesen Tag aus dem Kalender streichen würde.

Genau zweiteres erwischte SV Türkspor Bergheim 2 zur Eröffnung des 11.Spieltages am Samstagabend gegen den VfR Stommeln II.

Dabei reiste der Tabellenvorletzte aus Stommeln mit Sorgen an: Torwart 1, 2, 3 und 4 nicht zur Verfügung. Als "Schießbude der Liga" ist es dann auch nicht gerade einfach unter den Feldspielern einen zu finden, der das Trikot mit der "1" auf dem Rücken haben will. Letztendlich traf es Daniel Domröse, der normalerweise irgendwo in der Abwehr sein Handwerk ausführt. Und schon hier landete der VfR Stommeln heute einen absoluten Glücksgriff. Zu keinem Zeitpunkt des Spiels war auch nur ansatzweise zu erkennen, das dieser Spieler KEIN Torwart ist.,

Weiterer Glücksgriff: Daniel Molignano, der durch den Ausfall von David Keldenich in die Innenverteidigung rutschte war genau DER "Kleine Giftzwerg" in der Verteidigung, den der Trainer haben wollte. Unangenehm, flinkt und mit klarer Körpersprache.

Und im Mittelfeld ? Mit Marc Weigner, der die Fäden ziehen kann. Der ehemalige Spieler der ehemaligen ersten Mannschaft des VfR Stommeln kann ein Spiel lesen und reagiert auch dementsprechend darauf. So merkte er,wann es besser ist, die Handbremse zu ziehen, bevor er nur noch durch Fouls aufgehalten wird und dann wußte er auch wieder, wann er Gas geben muss.

Mit diesen auffälligen Spielern und einer sagenhaften Einstellung der weiteren Mitspieler stand SV Türkspor Bergheim 2 plötzlich vor einem Problem: Sie bekamen weder den Spielverlauf in den Griff, noch konnten sie ihr Spiel selber aufziehen. Und so etwas ärgert natürlich.

Denn: Egal, was der Gastgeber unternahm, der VfL Stommeln hatte eine Antwort: 1:0 in der 43.Minute durch einen Strafstoß...Bruno Ymeri in der Nachspielzeit der ersten Hälfte zum 1:1

Das nach dem Wechsel Marc Weigner für den Außenseiter auf 2:1 einschiebt, ließ dann auch so langsam "Plan B" der Heimmannschaft aufkommen. Viel Unruhe, viele Nicklichkeiten und sehr viel Störfeuer im Spiel.

Der Plan schien zu funktionieren. Elfmeter Nr. 2 für die Heimmannschaft und innerhalb von 5 Minuten sogar das 2:3.

Anschließend drohte der VfR Stommeln doch noch richtig unter zu gehen. Ein nach der anderen Chance ließ SV Türkspor Bergheim 2 liegen. Und so lange der Gastgeber das 4:2 nicht gemacht hatte, glaubte der VfR Stommeln an sich.
Bis zur 99 (!) Spielminute, als Bruno Ymeri im Strafraum zu Fall gebracht wird und der sehr gute SR Christian Gilles zum 3. an diesem Abend auf den Punkt zeigte. Laurids Ullrich verwandelt sicher zum 3:3.

Anschließend gab es noch einmal drei Minuten Nachspielzeit mit einem Lattentreffer für die Gastgeber und dann war Schluß in diesem völlig verrückten Spiel, wo der VfR Stommeln völlig verdient sich einen Punkt erkämpft hatte.

Die Enttäuschung des Tabellenführers, seinen Vorsprung gegen einen vermeindlich schwächeren Gegner leider nicht weiter ausbauen zu können, entlud sich dann nach dem Schlußpfiff in pure Wut und unschönen Szenen, die auch in der Kreisliga kein Mensch braucht. Nur einigen wenigen besonnen Menschen war es dann zu verdanken, das an dieser Stelle nicht über ganz andere Sachen berichtet werden muss. Hier sollten die Verantwortlichen des SV Türkspor Bergheim 2 doch mal mit den Spielern sich zusammensetzen und besprechen, ob DAS wirklich sein muss.


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