Teammanagerbericht: RSV Urbach

Autor: Guido Kromen

08.12.2013

Urbach mit "Last-Minute-Niederlage" in die Winterpause; 1:2 beim TV Herkenrath

Irgendwie gleicht es sich dann doch immer wieder aus im Fußball. Der RSV Urbach konnte sich im Verlauf der Hinrunde über Siegtreffer in den Schlussminuten gegen Deutz und den SC West freuen. Diesmal war der „Fußballgott“ auf der gegnerischen Seite und ermöglichte Benjamin Germerodt vom TV Herkenrath ein Erfolgserlebnis. Sein Schuss in der 88. Minute aus rund 22 Metern landete genau im Dreieck und bescherte der Aufsteigertruppe von Michael Hornig doch noch den „Dreier“ in einem intensiven, aber nicht immer hochklassigen Bezirksligaspiel.
Beide Teams begegneten sich mit viel Respekt , hatte der TV Herkenrath doch noch kein Heimspiel verloren und die Urbacher auswärts noch nicht als Verlierer den Platz verlassen müssen.
Bereits in der 3. Minute hätte es jedoch schon im Herkenrather Kasten rappeln können, David Indens Schuss konnte so gerade noch von Michael Herz entschärft werden.
Im Anschluss war das Spiel geprägt von vielen Ungenauigkeiten auf Urbacher Seite aber auch die Hausherren boten keine überzeugende Leistung im Spiel nach vorn.
So war auch der Führungstreffer durchaus als glücklich zu bezeichnen. Nach einer Ecke konnte der Ball nicht vernünftig geklärt werden und Kasra Ghareh Chaee fasste sich ein Herz und traf die Kugel aus 18 Metern optimal mit dem Vollspann.
Urbach hielt jedoch dagegen und bereits in der 22. Minute traf Kapitän Inden zum Ausgleich. Ein Traumpass von Thorsten Franke über 40 Meter war die Basis für den Treffer, Inden drang von links in den Strafraum ein und spitzelte den Ball am Keeper vorbei ins lange Eck.
Bis zur Pause spielte sich dann vor den Toren nicht mehr viel ab. Lediglich in der 39. Minute wurde es nochmals gefährlich für die Gäste, als Keeper Daniel Götsch einen Schuss zunächst nur abklatschen ließ und der Nachschuss aus der zweiten Reihe dann über das Tor ging.
RSV Coach Angelo Mule brachte zur zweiten Hälfte dann Fabian Mehring für Yannick Hennemann, der heute keinen guten Tag erwischt hatte. Der Youngster konnte keine Akzente setzen und verzettelte sich zu oft in Zweikämpfen.
Das Spiel war nicht gut in dieser Phase, obwohl Urbach nach und nach die Kontrolle übernehmen konnte. Der TVH bot jedoch eine kämpferisch und läuferisch sehr starke Vorstellung, Torgefahr bestand aber für die Gäste nicht wirklich.
Der Siegtreffer wäre beinahe für die Urbacher gefallen. Erneut Inden war es, der in der 78. Minute frei vor Schlussmann Herz aber nicht die nötige Ruhe aufbrachte.
In den Schlussminuten kam dann richtig Hektik auf. Herkenrath war mit dem Punkt nicht zufrieden und bündelte nochmals alle Kräfte iin der Offensive, auch auf die Gefahr hin, sich einen Konter einzufangen.
In der 85. Minute ging ein Volleyschuss nach einer Ecke knapp daneben, in der 86. Minute rollte die Kugel nach einem Missverständnis zwischen Keeper Götsch und Marcel Otto nur um Zentimeter am Pfosten vorbei.
Die Belohnung dann in der 88. Minute durch den bereits beschriebenen „Sonntagsschuss“ von Germerodt, der sich zu Recht von seinen Mitspielern ausgiebig feiern ließ.
Ein kleiner Wermutstropfen auf den Erfolg der Herkenrather war dann der Platzverweis für Tarik Sahin in der Nachspielzeit und die beleidigenden Sprüche, die den Urbacher Spielern nach dem Schlusspfiff zugerufen wurden.
Nach so einer tollen Hinrunde hat der Aufsteiger es wahrlich nicht nötig, sich so zu präsentieren. Jubel und Freude über einen Sieg sind in Ordnung, hämische Sprüche und Beleidigungen dem Gegner gegenüber gehören sich aber nicht!
Der RSV Urbach schließt die Hinrunde auf dem 6. Platz ab und man kann als Fazit ziehen, dass mit Sicherheit einiges an Potenzial in dieser Mannschaft steckt, welches jedoch leider noch nicht so regelmäßig abgerufen wird, wie es nötig wäre, um sich dauerhaft oben in der Tabelle zu behaupten.

Beim TV Herkenrath spielte der RSV Urbach in folgender Aufstellung:
Daniel Götsch, Seyhan Erdek, Torsten Hawighorst, Thorsten Franke, Paul Sobczyk, Tobias Lösing, David Inden, Marcel Otto, Christian Brendel, Yannick Hennemann (46. Fabian Mehring), Kevin Arndt (56. Andreas Kreusch)


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