Teammanagerbericht: HNK Croatia Köln

Autor: Manuel Herceg

04.04.2017

Siegesserie gerissen, Niederlage allerdings verhindert

Kreisliga C - Staffel 1 | Teammanagerbericht HNK Croatia Köln

Im Auswärtsspiel bei einem sehr gut eingestellten SV Auweiler-Esch hat der HNK Croatia Köln große Schwierigkeiten, sein Spiel zu entfalten. Der späte Treffer von Dimitrios Gelastopoulos sichert wenigstens einen Punkt. Endstand: 1:1 (0:0).


Nachdem das Trainer-Duo Kristijan Curak und Andrija Mihalj in den bisherigen drei Rückrundenspielen stets die gleiche Startelf aufbot, die auch erfolgreich agierte, waren die Übungsleiter vor dem schweren Gastspiel bei den „Schwarz-Gelben“ aus Esch zu Umstellungen gezwungen. Dies sollte das Team allerdings nicht davon abhalten, seinen Erfolgskurs fortzusetzen.

Auf dem staubigen Platz entwickelte sich von Beginn an eine Partie, die von vielen Zweikämpfen geprägt war. Die Gastgeber verstanden es, die Räume geschickt zuzustellen, wodurch der HNK bereits früh mit der Brechstange in Form von weiten Bällen versuchte, ins Schlussdrittel zu gelangen. Dementsprechend passierte in den ersten 45 Minuten auch nicht wirklich viel. Jozo Radmilos Schuss aus der zweiten Reihe konnte vom Keeper aus dem linken unteren Eck gefischt werden, Ante Zgela schoss einen Freistoß über den Kasten. Die Escher jagten einen Distanzschuss aus vollem Lauf ebenfalls über den Querbalken. Zudem entwischte ein gegnerischer Spieler der Croatia-Defensive und hob das Leder über Torwart Ivan Nevistic hinweg, die Kugel ging jedoch über das Tor. Dies war bis zum Pausenpfiff auch die beste Chance in einer zähen Begegnung. Nach dem Seitenwechsel änderte sich erstmal nichts. Auweiler weiterhin stabil und ließ den HNK nicht zur Entfaltung kommen. Kapitän Vedran Kosic versuchte es nach einem Eckstoß per Direktabnahme, ein Verteidiger blockte den Ball erfolgreich. Nach einem Freistoß brachte Kosic die Kugel per Kopf vors Tor, doch weder Roman Lovric noch Zgela waren in der Lage, das Spielgerät zu erreichen. Mit zunehmender Spielzeit steigerte sich die Intensität, zumal der Ausgang weiterhin vollkommen offen war. In der 68. Minute durfte der SVA jubeln. Bei einem schnellen Gegenzug der Hausherren stellte sich die Curak-Elf ungeschickt an, ein platzierter Linksschuss landete schließlich im langen Eck – 1:0. Fortan wirkte der HNK endlich entschlossener. Lovric verpasste eine flache Kosic-Hereingabe, wurde dabei allerdings vom Torwart abgeräumt. Der Unparteiische sah die Situation anders und ließ weiterlaufen. Auweiler setzte im Strafraum aus etwas ungünstiger Position nochmal zu einem Heber an, der neben dem Tor landete. Kosic bot sich eine gute Gelegenheit, doch aus nahezu zentraler Position wuchtete er das Leder über das Gehäuse. Eine noch bessere Chance bekam Zgela, der zu genau zielte und an der Latte scheiterte. In der 85. Minute atmete der HNK tief durch. Die Heimelf konnte einen Freistoß nicht entscheidend klären, Marko Dzelalija beförderte die Kugel umgehend in den Strafraum zurück, wo Gelastopoulos hochstieg und ins rechte untere Eck einköpfte – 1:1. Die absolute Schlussphase inklusive vierminütiger Nachspielzeit entwickelte sich für Auweiler zu einer reinen Abwehrschlacht. Die Curak-Schützlinge konnten sich jedoch nichts Nennenswertes mehr erarbeiten, sodass sich beide Teams die Punkte teilten. Beim SVA war die Freude groß, aber auch die „Kroaten“ waren einige Minuten nach Spielschluss nicht ganz unzufrieden mit dem Resultat.

Schade, dass der HNK erst den Gegentreffer benötigte, um beherzter und engagierter aufzutreten. Dennoch Kompliment an den Gegner, der sehr geschickt vorging. Am Ende des Tages ist ein Punkt besser als keiner. Weiter hart arbeiten und Gas geben! So wird die Mannschaft auch weiterhin erfolgreich bleiben.

Die „Zweite“ konnte ihr Gastspiel beim 1. FSV Köln 99 II aufgrund von Personalmangel nicht bestreiten, sodass diese Partie mit 2:0 für den Gegner gewertet wurde.

Am nächsten Sonntag empfängt die „Erste“ um 15 Uhr die DJK Roland West II, die „Zweite“ erwartet um 13 Uhr den Tabellenführer SpVg Rheinkassel-Langel II.

Aufstellung: 1 Nevistic – 2 Corovic, 23 Bago, 10 Schiller (ab 16. 19 Soldan), 8 Dzelalija – 7 Gelastopoulos, 4 Knoche – 9 Kosic, 6 Radmilo (ab 54. 13 Kroflin), 11 Zgela – 33 Lovric

Tore: 1:0 (68.), 1:1 Gelastopoulos (85.)

Gelbe Karten: Gelastopoulos (57.) / SV Auweiler-Esch (45. + 1, 61., 73., 85.)

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