Teammanagerbericht: HNK Croatia Köln

Autor: Manuel Herceg

10.05.2017

Mit Pflichtsieg im Rücken zum Top-Spiel

Kreisliga C - Staffel 1 | Teammanagerbericht HNK Croatia Köln

Gegen Ditib Chorweiler II gelingen dem HNK Croatia Köln zwei schnelle Tore, die dem Team enorm in die Karten spielen. Letztlich springt ein 8:1 (4:0)-Erfolg heraus. Die „Zweite“ kann ihre Partie gegen die SG Telekom-Post II bis zur Pause offen halten, verliert am Ende dann aber klar mit 1:6 (1:1).


Mit neuem Personal an der Seitenlinie empfingen die „Kroaten“ das Schlusslicht Ditib Chorweiler II. Dabei erwischten die Gastgeber den berühmten Auftakt nach Maß. Eine verunglückte Flanke von Kapitän Vedran Kosic senkte sich zur Freude des eigenen Anhangs ins gegnerische Tor (3.), ehe Croatias Torjäger kurz darauf seinen zweiten Treffer nachlegte, als er eine Flanke des agilen Karlo Kroflin verwertete (6.). Der HNK ruhte sich auf der frühen Führung keineswegs aus, sondern suchte weiter den Weg nach vorne. Kosic scheiterte mit einem strammen Abschluss am Keeper, eine flache Hereingabe traf er aus idealer Schussposition nicht voll. Zudem konnte ein Heber des HNK-Sturmführers kurz vor der Torlinie noch geklärt werden. Dafür schloss der aufgerückte Innenverteidiger Merlin Knoche eine schöne Kombination, an deren Ende ihm Ante Zgela die Kugel mustergültig auflegte, überlegt ab (26.). Beim Versuch des Torwarts eine scharfe Kroflin-Hereingabe abzuwehren, stand ein Mitspieler dermaßen ungünstig, sodass die Kugel von dessen Bein ins Tor kullerte (33.). Roman Lovric agierte bei einem Querpass zu unkonzentriert und schob das Leder am leeren Gehäuse vorbei. Nachdem Zgela in einer Szene am Keeper scheiterte, versenkte er den Ball kurz vor der Pause im Tor. Der Unparteiische hatte jedoch zuvor ein Offensivfoul von Kosic erkannt. Die Ditib-Reserve spielte mutig mit, zumeist fehlten ihr im Schlussdrittel aber wirkliche Lösungen. So musste Oliver Winterscheid bei einem Schuss aus der zweiten Reihe zupacken. Gefährlicher wurde es hingegen, als ein Angreifer sich über links gut durchsetzte, seine flache Hereingabe jedoch kompromisslos von Marko Skvaric geklärt wurde.

Perfekt eröffneten die „Kroaten“ auch den zweiten Durchgang. Kaum war das Spiel freigegeben, legte Lovric sehenswert per Hacke ab, woraufhin Jozo Radmilo den Ball nach außen spielte. Zgela nahm Fahrt auf, überlief seinen Gegenspieler, schien dann aber gegen den herausgeeilten Torwart den Kürzeren zu ziehen. Der wuchtige Flügelspieler hielt den Druck hoch und erzwang so das Glück, dass der versuchte Befreiungsschlag von ihm abprallte und er keine Mühe hatte, den Ball ins leere Tor zu schieben (46.). Da die Begegnung nun frühzeitig entschieden war, reduzierte der HNK seinen Aufwand. So ließ man den Gegner kommen und setzte auf schnelle Konter. Diese sollten auch Früchte tragen. Der eingewechselte Sven Schiller, der sein Comeback nach mehrwöchiger Verletzungspause feierte, scheiterte nach einem Lovric-Querpass am Schlussmann, um dann im zweiten Versuch einzunetzen (73.). Lovric selbst traf, nachdem Kosic ein Auge für seinen besser postierten Nebenmann hatte (80.). Den letzten Croatia-Treffer durfte dann erneut Schiller markieren. Durch einen hervorragenden Zgela-Steilpass in Szene gesetzt, umkurvte er den Keeper, ein Verteidiger kam schließlich einen Moment zu spät, um die Kugel am Überschreiten der Linie zu hindern (83.). Weitere Möglichkeiten im Laufe der zweiten Halbzeit blieben ungenutzt. Kosic, in enormer Schusslaune, setzte den Ball zweimal knapp neben den Kasten. Darüber hinaus spielte er zwei Querpässe mit zu wenig Tempo, sodass der Gegner weitere Gegentreffer verhindern konnte. Nach einem Standard köpfte Kosic aus kurzer Distanz Radmilo an, wodurch der Ball urplötzlich die Richtung änderte. Reaktionsstark riss der Keeper die Hand hoch und wehrte glänzend ab. Einen Kosic-Abschluss, der wahrscheinlich im Tor eingeschlagen wäre, klärte Lovric unfreiwillig. Winterscheid hielt seinerseits einen strammen, allerdings zu unplatzierten Schuss sicher. Einem durchgebrochenen Angreifer entgegnete Croatias Nummer 1 entschlossen und bereinigte die Situation in allerletzter Sekunde. Machtlos war er nur kurz vor Schluss, als der Gegner einen Handelfmeter souverän zum Ehrentreffer verwandelte (86.). Schiedsrichter Carmine Siena, der mit seinen beiden Assistenten keinerlei Probleme mit der Spielleitung hatte, beendete die sehr faire Begegnung schließlich auf die Sekunde genau.

Es mag etwas merkwürdig klingen, aber Ditibs Reserve spielte trotz der klaren Niederlage gut mit und verkaufte sich nicht wie ein Tabellenschlusslicht. Alojz Kroflin und Manuel Herceg waren mit dem Auftritt ihrer Mannschaft zufrieden. Dass die Jungs in der zweiten Halbzeit kräftesparend spielten, konnte ihnen niemand verübeln. Nun heißt es, die letzten Aufgaben gut vorbereitet und hochkonzentriert anzugehen.

Der HNK II wollte den Schwung aus dem siegreichen Spiel in Roggendorf mit in die Partie gegen die SG Telekom-Post II nehmen, stattdessen plagten das Team einmal mehr große Personalprobleme. Gegen die Gäste, die auch hier mit der roten Laterne im Gepäck anreisten, hatte man sich im Vorfeld eigentlich etwas ausgerechnet. Da die Mannschaft die Partie jedoch wiederholt nur mit 9 Mann begann, wurde die Aussicht auf Zählbares zwangsläufig erheblich erschwert. Zur Halbzeit hielt die Truppe ein unter diesen Umständen respektables 1:1. Dabei hatte Mathias Sisko die Gästeführung ausgeglichen. Mit zunehmender Spielzeit setzte sich der Gegner dann aber mehr und mehr ab, das Spiel endete schließlich aus Croatia-Sicht mit 1:6.

Am kommenden Sonntag steigt das mit Spannung erwartete Spitzenspiel zwischen dem JSV Köln und dem HNK. Wir hoffen, dass uns viele Zuschauer nach Weidenpesch begleiten werden, um die Mannschaft zu unterstützen und der Begegnung einen würdigen Rahmen zu verleihen. Anstoß ist um 15 Uhr. Die „Zweite“ ist um 17 Uhr bei Ideal Casa Espana III zu Gast. Diese Partie hat allerdings nur Freundschaftsspielcharakter, da die Gastgeber erst zur Rückrunde für den Ligabetrieb meldeten und folglich außerhalb der Wertung antreten.

Aufstellung: 12 Winterscheid – 23 Bago, 5 Nevistic, 4 Knoche – 19 Soldan, 10 Radmilo, 17 Skvaric – 13 Kroflin (ab 56. 41 Schiller), 33 Lovric, 11 Zgela – 9 Kosic

Tore: 1:0, 2:0 Kosic (3., 6.), 3:0 Knoche (26.), 4:0 Eigentor (33.), 5:0 Zgela (46.), 6:0 Schiller (73.), 7:0 Lovric (80.), 8:0 Schiller (83.), 8:1 (86., Handelfmeter)

Gelbe Karten: Soldan (85.) / Ditib Chorweiler II (55.)

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