Teammanagerbericht: HNK Croatia Köln

Autor: Manuel Herceg

18.11.2017

Croatia gewinnt hitziges Duell

Kreisliga C - Staffel 2 | Teammanagerbericht HNK Croatia Köln

Die Zuschauer in Bocklemünd erleben ein Nachholspiel mit vielen Emotionen. Nach 90 Minuten triumphiert der HNK Croatia Köln mit 4:2 (1:1) über den CfB Ford Niehl II. Kapitän Vedran Kosic mit Dreierpack überragender Mann auf dem Platz.


In einer Nachholpartie des 11. Spieltags empfing der HNK die „Zweite“ vom CfB Ford Niehl. Im Gegensatz zum letzten Spiel in Kalk waren die „Kroaten“ diesmal von Beginn an hellwach. Mit dem ersten Angriff traf Roman Lovric wuchtig den Außenpfosten. Gleich danach scheiterte Ante Zgela mit der nächsten sehr guten Chance am Keeper, sodass die Bago-Elf einen Blitzstart verpasste. Die Begegnung sehr lebhaft, erstmal aber ohne weitere Höhepunkte. Dies änderte sich jedoch, als Keeper Oliver Winterscheid einen gut getretenen Freistoß an den Querbalken lenkte, den zweiten Ball köpfte ein Gästespieler über das Gehäuse. Kosic scheiterte freistehend am Torwart. Einen schlimmen Fehlpass des Niehler Schlussmanns ließ Kosic kurz darauf ebenfalls unbestraft. Etwas zu überhastet beförderte er den Ball deutlich über das völlig leere Tor. Zu allem Überfluss prallte er dabei noch mit einem Verteidiger zusammen. Glücklicherweise konnten beide nach kurzer Behandlung weiterspielen. Wiederum Kosic zog mit einer schönen Einzelaktion in Richtung Tor. Kurz vorm Strafraum geriet er leider ins Stolpern, der Ball wurde sichere Beute des Keepers. Zu diesem Zeitpunkt ahnte noch absolut niemand, welche Gala des Croatia-Spielführers folgen sollte. Doch zuerst geriet der HNK nach 31 Minuten mit 0:1 in Rückstand, als ein satter Linksschuss ins linke obere Eck einschlug. Wenig später der nächste Schock. Abwehrchef Sven Schiller musste verletzungsbedingt raus, ihn ersetzte Daniel Serve. Dimitrios Gelastopoulos rückte zurück in die Innenverteidigung, wo er herausragend agierte. In der 39. Minute gelang dem HNK der Ausgleich. Josip Zgela mit einem weiten Ball in die Spitze, Kosic überwand den Torwart zum 1:1. Ein Kosic-Fernschuss wurde abgewehrt, ehe der HNK-Kapitän in der letzten Szene des ersten Spielabschnitts deutlich vorbeischoss.

Der zweite Durchgang hätte aus Croatia-Sicht kaum besser beginnen können. Serve mit der Balleroberung, ließ im Anschluss einen Gegenspieler aussteigen, um überlegt ins lange Eck abzuschließen – 2:1 (49.). Und es kam noch besser. Lovric legte im Strafraum clever für Kosic ab, der die Ruhe bewahrte und das Leder zum 3:1 am Torwart vorbeischob (61.). Nachdem Kosic über den Kasten schoss, markierte er nach 70 Minuten seinen dritten Treffer. Eine Flanke aus dem Lehrbuch von Außenverteidiger J. Zgela verwertete der Torjäger per Kopf, dem Torwart blieb keine Abwehrchance – 4:1. Ein abgefälschter Schuss ging am Croatia-Tor vorbei. Nach perfektem Zuspiel von A. Zgela hätte Kosic seine Trefferquote erhöhen müssen, ganz allein vor dem Keeper wollte er es diesmal zu lässig per Heber machen und scheiterte an seinem Gegenüber. Mit einem ganz raffinierten Freistoß wäre Winterscheid beinahe auf dem falschen Fuß erwischt worden, doch der HNK-Torhüter reagierte blendend und fischte die Kugel noch aus dem rechten Eck. Mit der letzten Aktion des Spiels verkürzte Niehls Reserve auf 4:2. Die „Kroaten“ hatten bei einem weiteren Freistoß gänzlich abgeschaltet, sodass die Gästeelf den auf den langen Pfosten getretenen Ball problemlos in die Mitte brachte, wo der Schütze den Ball nur noch lässig über die Linie drücken musste (90.).

Das war schon richtig gut. Der HNK spielte in vielen Phasen mit reichlich Tempo und Dynamik gepaart mit enormem Laufpensum und großem Kämpferherz gegen einen Gegner, der sich genauso verbissen wehrte. Besonders Ivan Nevistic lieferte sich bittere Duelle mit dem technisch brillanten „Zehner“ der Gäste. Dass Kapitän Kosic mit seinem Dreierpack hervorstach, ist unbestritten. Letztlich war es aber ein Erfolg der gesamten Mannschaft. Demnach möchte man auch keinen Einzelspieler, sondern das Kollektiv hervorheben. Der unermüdliche Einsatz war vorbildlich und so wünscht man es sich in jedem Spiel. Lediglich die Emotionen müssen etwas heruntergefahren werden, ansonsten gab es an der Leistung rein gar nichts auszusetzen. Niehls „Zweite“ erwies sich auf alle Fälle als ein unbequemer und kampfstarker Gegner, der zweifellos auch spielerisches Potential zu bieten hatte.

Am Sonntag geht es direkt weiter, dann wird es ganz spannend. Mit dem SC Blau-Weiß Köln II gastiert der aktuelle Tabellenführer in Bocklemünd. Spielbeginn ist um 14:45 Uhr. Wir freuen uns auf die Begegnung.

Aufstellung: 12 Winterscheid – 19 Soldan (ab 64. 8 Dzelalija), 4 Jackschik, 10 Schiller (ab 36. 6 Serve), 3 J. Zgela – 13 Nevistic – 33 Kroflin (ab 77. 5 Obsivac), 9 Kosic, 7 Gelastopoulos, 11 A. Zgela – 50 Lovric

Tore: 0:1 (31.), 1:1 Kosic (39.), 2:1 Serve (49.), 3:1, 4:1 Kosic (61., 70.), 4:2 (90.)

Gelbe Karten: Jackschik (51.), Kosic (75.) / CfB Ford Niehl II (51., 60.)

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