Teammanagerbericht: HNK Croatia Köln

Autor: Manuel Herceg

04.04.2018

Croatia lässt Punkte liegen

Kreisliga C - Staffel 2 | Teammanagerbericht HNK Croatia Köln

Beim 0:0 zwischen der SG Telekom-Post und dem HNK Croatia Köln bekommen die Zuschauer ein unattraktives Derby zu sehen. Die Diamante-Elf vergibt in der Schlussphase mehrfach die Siegchance und fährt letztlich nur mit einem Zähler nach Hause.


Am Ostermontag begegneten sich die SG Telekom-Post und der HNK auf dem schönen Kunstrasenplatz im TPSK-Sportpark. Die „Kroaten“ hatten sich einiges vorgenommen, schließlich ging das Hinspiel nach unterirdischer Vorstellung mit 2:4 verloren – zugleich auch die bislang letzte HNK-Saisonniederlage.

Dementsprechend starteten die Diamante-Schützlinge ihre Offensivbemühungen von Beginn an. Die erste Gelegenheit war gleich ein „Hochkaräter“, aber Ante Zgela scheiterte alleine vor dem Tor am Keeper. Es muss jedoch angemerkt werden, dass Vorlagengeber Vedran Kosic zuvor deutlich im Abseits stand. Frankopan Bago platzierte einen Freistoß klar über das Gehäuse, A. Zgela verzog von der Strafraumgrenze völlig. Daniel Serve zog einen Freistoß nahe der Seitenlinie direkt aufs kurze Eck, der Schlussmann ließ sich allerdings nicht überraschen. Kapitän Kosic brachte das Leder vom rechten Flügel vor den Kasten, doch kein Mitspieler weit und breit. Dann machte sich auch die Heimelf im Croatia-Strafraum bemerkbar, als ein TPSK-Akteur die Kugel nach einer Kopfball-Verlängerung spektakulär per Seitfallzieher zu erwischen versuchte, das Spielgerät aber nicht gut traf. Oliver Winterscheid hielt einen Freistoß problemlos, auf der Gegenseite verpasste Mirko Obsivac einen schön getretenen Bago-Freistoß nur ganz knapp. A. Zgela zog einen Eckstoß auf den langen Pfosten, wo Kosic die Kugel neben das Tor köpfte. Eine scharfe Hereingabe der Gastgeber fand in der Mitte keinen Abnehmer, einen Fernschuss hielt Winterscheid erneut mühelos.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs flog ein von Serve scharf getretener Freistoß aufs lange Eck, der Keeper faustete die Kugel jedoch weg. Ein Distanzschuss der Hausherren ging über den Kasten. Unmittelbar danach nahm Trainer Marc Diamante einen Doppelwechsel vor. Jozo Radmilo und Jakov Blazevic ersetzten Obsivac und Josip Zgela. Doch die nächste Möglichkeit gehörte wieder Telekom – und was für eine. Völlig ungestört konnte ein TPSK-Kicker im Sechzehner zu einem Drehschuss aus zentraler Position ansetzen, aus Croatia-Sicht beförderte er den Ball zum Glück neben das Tor. Ein Kopfball-Aufsetzer wurde hingegen leichte Beute für Winterscheid. Kosic köpfte eine Zgela-Flanke am Kasten vorbei. Ein Verteidiger klärte kurz vor dem Strafraum mit einem sehr guten Tackling gegen Zgela, der anderenfalls freie Fahrt gehabt hätte. Ein strammer TPSK-Schuss erwischte, bevor er für Gefahr sorgen konnte, den eigenen Mann. Im Gegenzug zog der inzwischen wieder mal in den Angriff beorderte Sven Schiller von der Sechzehnergrenze ab. Der Gegner brachte noch den Fuß dazwischen, verlangsamte dadurch die Geschwindigkeit des Balles, verpasste ihm allerdings auch gleichzeitig einen kleinen Richtungswechsel. Der Torwart reagierte aber blitzartig. Dies war der Beginn einer druckvollen Croatia-Schlussoffensive. Kosic tauchte vor dem Kasten auf, schoss jedoch vorbei. In der nächsten Szene brannte es im TPSK-Strafraum gewaltig. Serve zog ab, der Keeper parierte. Radmilo grätschte in den Ball, aber der Schlussmann blieb erneut Sieger. Dann probierte es Serve wieder, auch der dritte Versuch war jedoch nicht von Erfolg gekrönt. In der Folge kam der HNK zu weiteren aussichtsreichen Chancen, aber Radmilo schoss aus der Drehung daneben und Zgela schlenzte die Kugel ein gutes Stück am Gehäuse vorbei. Als Kosic nochmal alleine vor dem Tor auftauchte, aber wieder vorbeizielte, machte sich endgültig Verzweiflung im Croatia-Lager breit. Um ein Haar wäre das Auslassen vielversprechender Möglichkeiten sogar noch nach hinten losgegangen, als die Heimelf in der Schlussminute nach einem Konter einnetzte, der Schiedsrichter zuvor aber auf Stürmerfoul entschied.

Eine unbefriedigende Gesamtdarbietung der „Kroaten“, die zumindest die eine oder andere Gelegenheit hätten nutzen müssen. Viele zu einfach hergegebene Bälle prägten das Croatia-Spiel. In der Offensive fehlte es zumeist an Tempo, während die Defensivarbeit keine ernsthaften Defizite aufwies. So sind beispielsweise die Leistungen von Ivan Nevistic, der den starken TPSK-Mittelstürmer häufig sehr gut störte, sowie Marko Dzelalija positiv hervorzuheben. Schiller, der sich kurz vor Abpfiff eine Muskelverletzung zuzog, wünschen wir an dieser Stelle eine gute Besserung.

Am Donnerstag geht es bereits weiter. Dann bestreitet der HNK das Nachholspiel gegen den SV Fühlingen-Chorweiler. Damit die Begegnung im vierten Anlauf auf jeden Fall stattfinden kann, wurde kurzerhand das Heimrecht getauscht, da der Gegner über einen Kunstrasen verfügt. Die Anstoßzeit (19:30 Uhr) bleibt unverändert.

Aufstellung: 12 Winterscheid – 8 Dzelalija, 4 Nevistic, 3 Schiller, 23 Bago – 5 Obsivac (ab 56. 11 Radmilo), 7 Gelastopoulos – 18 A. Zgela, 6 Serve, 17 J. Zgela (ab 56. 41 Blazevic) – 9 Kosic

Tore: Fehlanzeige

Gelbe Karten: Keine

Fotos

Kommentieren