15.07.2018

Landesligist steht plötzlich ohne Coach da

Sebastian Neumann-Rystow musste sein Traineramt beim GKSC Hürth aus persönlichen Gründen niederlegen.

Mitten in der Vorbereitung auf die neue Saison traf den Verein die Nachricht völlig unerwartet. Aufgrund einer schweren Erkrankung innerhalb der Familie bricht Neumann-Rystow, der ursprünglich aus Hamburg stammt, kurzfristig alle Zelte im Rheinland ab und kann somit auch nicht mehr die Hürther Landesliga-Mannschaft weiter betreuen.

„Das ist vom Zeitpunkt her, aber auch aus menschlicher und fachmännischer Sicht natürlich eine Katastrophe“, so der sportliche Leiter des GKSC, Michael Trimborn. Bei dem Team handele es sich um eine homogene, sehr zwischenmenschlich bezogene Einheit für die es schwierig werde, einen passenden Nachfolger zu finden: „Trainer, die zur Verfügung stehen, zum Verein und vor allem zur Mannschaft passen, sind an einer Hand abzuzählen“, so Trimborn weiter. Gesucht werde ein offenherziger Typ, der die Sprache der Spieler versteht.

Unabhängig von der Herausforderung möglichst schnell einen neuen Übungsleiter präsentieren zu müssen, sei der Abschied von Neumann-Rystow für den sportlichen Leiter jedoch auch aus menschlicher Sicht nicht einfach: „Da geht nicht nur ein Trainer, sondern ein Freund. Wir hatten eine intensive Zeit mit Aufstieg und Abstiegskampf, das hat uns zusammengeschweißt“.

Obwohl der Verein sportlich den Klassenerhalt verpasste und nur durch den Rückzug von Alemannia Straß in der Landesliga verblieb, habe der Coach niemals zur Disposition gestanden. „Dass das genau der richtige Mann für unser Team ist, war immer meine Überzeugung. Unsere Situation war einfach die, dass wir sehr viel Pech mit Verletzungen hatten. Das hing nicht mit dem Trainer zusammen und darum haben wir auch immer an Sebastian festgehalten“, erklärt Trimborn die schwierige letzte Saison.

Sebastian Neumann-Rystow hatte in Köln studiert und war über die Station beim SV Weiden im Frühjahr 2014 beim GKSC Hürth gelandet, hatte den Club zum Aufstieg in die Landesliga und dort unterm Strich zweimal hintereinander zum Klassenerhalt geführt. Solange kein geeigneter Nachfolger gefunden ist, soll die Mannschaft interimsweise von seinen bisherigen Assistenten Udo Übach und Stefan Kurth betreut werden.

Vor dieser Spielzeit hatte der sportliche Leiter eigentlich ein gutes Gefühl: „Unsere Staffel ist durch den Aufsteiger Brauweiler und die zweite Mannschaft des 1. FC Düren noch stärker geworden. Aber wenn die Mannschaft von Verletzungen verschont bleibt, sollte sie mit dem Abstieg nichts zu tun haben. Mit unseren Neuzugängen konnten wir die Abgänge eins zu eins ersetzen.“





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