07.08.2018

Muslija trifft bei Hitzeschlacht eiskalt in den Winkel

Die Fortuna verliert auch das zweite Heimspiel der Saison – 0:1 gegen Karlsruhe

Moritz Hartmann hatte den Führungstreffer für die Fortuna in Halbzeit eins auf dem Fuß. Foto: Augstein

Die Fortuna hat auch das zweite Heimspiel der Drittliga-Saison verloren. Dennoch überzeugte die Mannschaft von Trainer Uwe Koschinat am Dienstagabend im Südstadion bei der 0:1-Niederlage gegen den Karlsruher SC. Bei Temperaturen von weit über 30 Grad waren die Kölner über die gesamte Spielzeit ein ebenbürtiger Gegner. Florent Muslija erzielte eine Viertelstunde vor dem Abpfiff den Siegtreffer für die Gäste.

„In den ersten 45 Minuten haben wir die entscheidenden Situationen nicht genutzt. Wir haben es versäumt, in der ersten Halbzeit in Führung zu gehen. Da hatte ich nicht allzu viel zu meckern. Das war taktisch sehr intelligent gespielt. In der zweiten Hälfte haben wir zwei, drei Aktionen des Gegners zu viel zugelassen und dem KSC zu viel Raum gegeben. Die Mannschaft ist völlig geschockt, dieses Spiel verloren zu haben“, sagte Uwe Koschinat.

Der Kölner Trainer wechselte gegenüber der in Halle siegreichen Elf auf zwei Positionen. Dominik Ernst und Michael Eberwein rotierten raus. Sebastian Schiek rückte auf die rechte Verteidiger-Position für Ernst. Links verteidigte neu Alem Koljik. Kristoffer Andersen ersetzte Eberwein im zentralen Mittelfeld. Fortuna hatte den ersten nennenswerten Abschluss. Schiek startete ein Solo, setzte sich im Zweikampf mit Roßbach durch und zog aus 20 Metern ab. Keeper Uphoff hielt den Ball aber problemlos fest (6.). Acht Minuten später wurde es schon deutlich knapper. Ein Linksschuss von Maik Kegel aus 18 Metern flog flach am langen Pfosten vorbei. Die Fortuna stand deutlich tiefer und sattelfester als im ersten Heimspiel gegen Münster. Die Kölner ließen aus dem Spiel heraus gegen den KSC nichts zu. Die Gäste waren nur über Standards gefährlich. Erst in den letzten zehn Minuten wurde Karlsruhe etwas forscher. Die beste Gelegenheit der ersten Halbzeit hatte aber fast mit dem Halbzeitpfiff die Fortuna. Einen Rechtsschuss aus zwölf Metern von Moritz Hartmann fischte Uphoff reaktionsschnell aus der Ecke (45.). „Wir haben das gut gemacht. Wir standen defensiv sicher. Und wir hatten ein paar vielversprechende Aktionen nach vorne“, sagte Andersen zur Halbzeit. 

Schlafmützig kam die Fortuna aus der Pause. Muslija tanzte über rechts Kyere und Koljic aus, drang in den Strafraum und schoss. Nikolai Rehnen wehrte ab, aber genau vor die Füße von Röser und dessen Versuch aus kurzer Distanz wurde von Bone Uaferro von der eigenen Torlinie gekratzt (47.). Nach 64 Minuten brachte Uwe Koschinat Eberwein für Andersen. Weiterhin gab es auf beiden Seiten wenige Schüsse in Richtung gegnerisches Tor. Eine Viertelstunde vor dem Abpfiff kam Thomas Bröker für den fleißigen Kwame Yeboah. Kurz danach ließen Scheu und Schiek Muslija gewähren, sie griffen den Karlsruher nicht energisch genug an und der traf von der Strafraumgrenze aus mit einem feinen Schuss in den Winkel zum glücklichen 0:1-Siegtreffer (76.). Auch die Hereinnahme von Okan Kurt für Uaferro (85.) brachte keinen zählbaren Erfolg mehr. 

Kommentieren

Vermarktung:

Mehr zum Thema

Wettbewerbe