15.12.2018

Viktoria Köln plant mit Abgängen

Satte neun Punkte beträgt der Vorsprung des FC Viktoria Köln auf den ersten Verfolger SV Rödinghausen. Mit Zugängen plant der Verein im Winter nicht. Es soll aber Abgänge geben.

Bild: Boris Hempel, rheinzoom.photo

20 Spiele, 13 Siege, sechs Unentschieden und nur eine Niederlage. Das macht: 45 Punkte und ein Torverhältnis von 40:17. Die Viktoria ist nicht nur Tabellenführer der Regionalliga West, sondern besitzt auch den besten Angriff und die beste Abwehr.

Alles andere als der Titel und der damit verbundene und so sehr ersehente Drittliga-Aufstieg dürfte alle überraschen. "Die Viktoria spielt in einer eigenen Liga. Sie sind in dieser Saison die Besten und haben sich den Aufstieg nach jahrelanger guter Arbeit auch verdient", lobte jüngst Roland Virkus, Borussia Mönchengladbachs Nachwuchs.

Gratulationen zur Meisterschaft und dem Aufstieg nimmt Viktorias Franz Wunderlich noch lange nicht an. Er will davon eigentlich, bis es rein rechnerisch nicht durch ist, nicht hören. Zu viel hat der Sportvorstand der Viktoria in den letzten Jahren schon erlebt. Die Kölner mussten u.a. den Sportfreunden Lotte den Vortritt lassen, scheiterten nur aufgrund der Auswärts-Torregel in der Aufstiegsrelegation an Carl Zeiss Jena und in der vergangenen Saison war der KFC Uerdingen nur knapp besser. "Fakt ist, dass wir in die 3. Liga wollen. Aber uns fehlen noch 14 Spiele bis abgerechnet wird. Wir haben uns eine gute Ausgangsposition geschafft - mehr aber auch nicht. Wir sind noch lange nicht am Ziel", betont Wunderlich.

Mit dem Spiel am Samstag (14 Uhr) bei der SG Wattenscheid 09 geht es für die Kölner in die wohlverdiente Winterpause. Sportvorstand Wunderlich wird diese wohl auch etwas genießen können. Denn viele Gespräche mit potentiellen Neuzugängen sind erst einmal nicht geplant. "Wir haben einen tollen Kader beisammen. Da kommen ja auch einiges Jungs zurück, die bislang verletzt waren. Wir wollen die Kabine mit Zugängen nicht unnötig vergiften. Aktuell haben wir in Sachen Verstärkungen nichts geplant", erklärt der Rheinländer.

Mit den Langzeitverletzten Sascha Eichmeier, Hendrik Lohmar, Simon Handle und Nicholas Hebisch sowie dem gesperrten Kapitän Mike Wunderlich hat Trainer Patrick Glöckner noch einige gestandene, richtig gute Leute in der Hinterhand. 


Das sind die Kandidaten bei Viktoria Köln für einen Winterwechsel
Da kommt es nicht überraschend, dass Glöckner und Wunderlich einigen Spielern einen Vereinswechsel nahe gelegt haben. Wunderlich: "Es gibt Spieler in der Mannschaft, die sicherlich nicht zufrieden sein können. Da sprechen wir intern drüber. Nach außen hin werde ich keine Namen kommentieren."

Aktuell umfasst der Kader der Kölner 29 Akteure. Mit Sicherheit um vier, fünf Spieler zu viel. Kandidaten für einen Winterwechsel könnten die Jungsprunde Jannis Fraundörfer (19), Hajdar Shala (19) oder Yves Mumu (20) sein. Während Mumu bis dato 120 Minuten absolvierte, kommt Fraundörfer auf nur fünf Einsatzminuten, Shala wartet derweil noch auf sein Pflichtspieldebüt in dieser Saison. Ähnlich sieht es bei Andre Wallenborn und Dimitrios Popovits aus. Beide kamen bislang auch nicht zum Einsatz.

Quelle: Krystian Wozniak / RevierSport

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