20.02.2019

Als Bonns Mwarome unter Guardiola trainierte

Am Freitag (19.30 Uhr) empfängt der Bonner SC die Mannschaft von Rot-Weiss Essen. Ein großer Name, der in die ehemalige Bundeshauptstadt kommt.

Bild: Boris Hempel, rheinzoom.photo

BSC-Spieler Bernard Mwarome kennt sich mit großen Namen sehr gut aus. Der 21-jährige defensive Mittelfeldspieler durchlief von der F- bis zur A-Jugend alle Nachwuchsmannschaften bei niemand geringerem als dem deutschen Rekordmeister - dem FC Bayern München. Der waschechte Bayer durfte sogar einige Male bei den Profis mittrainieren.

"Mit 16 Jahren war das. Ich glaube, dass mit 16 noch nicht viele Jungs bei den Bayern-Profis mittrainieren durften. Darauf bin ich schon ein wenig stolz", sagt Mwarome und erzählt weiter: "Pep Guardiola war damals der Trainer. Ein toller Typ, der mir wertvolle Tipps gab." Auf die Frage, welche Spieler denn besonders nett und welche hochnäsig waren, antwortet Mwarome: "Alaba, Thiago und Hummels waren schon super drauf. Das sind schon echt coole Typen. Aber klar, es ist gibt auch Jungs, die große Stars sind und sich dementsprechend auch verhalten."

Zum großen Star reichte es für den gebürtigen Bayer Mwarome in München nicht. In der U17 warfen ihn gleich zwei Kreuzbandrisse binnen eines Jahres zurück. "Danach braucht man Zeit, um wieder in Form zu kommen. Beim FC Bayern München bekommt man als Jugendspieler diese Zeit nicht. Da gibt es viele Talente und da wartet niemand auf dich", sagt Mwarome.

Über die U23 der Bayern und des FC Augsburg führte sein Weg im Sommer nach Bonn. Beim BSC will Mwarome, der 18 Spiele in der Regionalliga West bestritt, sich für höhere Aufgaben empfehlen. Die 2. Bundesliga ist ein großer Traum des Mittelfeldspielers. "Ich bin 21 Jahre alt und denke, dass ich in diesem Alter noch träumen darf. Wenn ich gesund und fit bleibe, dann traue ich mir den Sprung in den Profibereich auf jeden Fall zu", betont Mwarome, der noch bis zum 30. Juni 2020 an den Bonner SC gebunden ist.

Zunächst einmal steht die Gegenwart an und die heißt: Abstiegskampf mit Bonn. Mit einer Nullnummer in Wattenscheid startete die Mannschaft von Neu-Trainer Markus Zschiesche in Rückrunde. Ein Teil-Erfolg, wie Mwarome findet: "Wir haben auf jeden Fall Fortschritte gemacht. Der neue Trainer will, dass wir mutiger spielen, mehr pressen und mehr Ballbesitz haben. Das kommt mir persönlich sehr entgegen."

Am Ende der Saison soll für die Bonner der Klassenverbleib rausspringen. "Das werden wir schaffen. Davon bin ich überzeugt. Wir haben einen guten Trainer und eine ordentliche Mannschaft beisammen. Das wollen wir schon am Freitag gegen Rot-Weiss Essen unter Beweis stellen", sagt Mwarome.

Quelle: Krystian Wozniak / RevierSport

Kommentieren

Vermarktung:

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Mannschaften

Rubriken