16.05.2019

Abdullah „Apo“ Keseroglu über seinen Wechsel nach Hohkeppel

„Das Ziel heißt ganz klar Mittelrheinliga“

Mit der SG Worringen besitzt Abdullah Keseroglu nach dem 2:3-Erfolg in Hoffnungsthal noch beste Chancen, um zumindest als Zweiter der Bezirksliga, Staffel 1, den Sprung in die Landesliga zu schaffen. Dennoch entschied sich der ehemalige Profi (unter anderem beim VfL Osnabrück und in der Türkei) schon vorzeitig zu einem Wechsel zum direkten Konkurrenten seiner Mannschaft, SV Eintracht Hohkeppel. Im Interview erläutert „Apo“ nun die Beweggründe dafür.

Abdullah Keseroglu, warum haben Sie sich für einen Wechsel von Worringen nach Hohkeppel entschieden?
Wir standen schon länger in Kontakt, ich hatte schon für den letzten Sommer und Winter eine Anfrage. Zu den damaligen Zeitpunkten gab es allerdings keinen Grund, um den Verein zu wechseln. Nach vielen intensiven Gespräche mit dem sportlichen Leiter Kevin Theisen und Hakan Ekmen, habe ich mich nun jedoch dazu entschieden, den Weg mit der Eintracht zu gehen. Ich muss aber auch ganz klar und deutlich sagen, dass mir die Entscheidung, Worringen zu verlassen, sehr schwer gefallen ist. Das waren sehr intensive Monate und Tage bei der Sportgemeinschaft, sodass ich an dem Verein und der Mannschaft sehr hänge. Wir sind dort wie eine Familie geworden.

Ihr zukünftiges Engagement beim SVE stand bereits schon länger fest: Warum, glauben Sie, wurde dieses ausgerechnet zum jetzigen Zeitpunkt publik?
Dass ich schon länger in Kontakt mit den Verantwortlichen stehe, stimmt. Aufgrund der Vorgeschichte, dass man schon zweimal kurz davor war, zu wechseln, wurde natürlich viel spekuliert. Aber der Wechsel steht erst seit kurzem endgültig fest.

Sie kämpfen mit ihrem aktuellen noch gegen ihren zukünftigen Club um den Aufstieg: Könnten Sie sich vorstellen, dass in der Bekanntmachung nun vielleicht auch das Kalkül Dritter lag?
Nein. Es verlief alles mit Absprache und sehr sauber ab. Ich wurde immer in Kenntnis gesetzt und es war alles abgesprochen.

Befürchten Sie daraus Konsequenzen für den weiteren Saisonverlauf?
Ich bin Sportsmann durch und durch. Ich will immer das Maximale erreichen und mein Ziel ist es, mit Worringen aufzusteigen. Darauf arbeiten wir sehr hart über die ganze Saison hin. Was andere denken, ist mir egal.

Unabhängig davon, wie bewerten Sie die bisherige Spielzeit mit der SG Worringen?
Wir spielen grundsätzlich eine starke Saison. Wir haben noch fünf Spiele zu spielen und alles in unserer eigenen Hand. Deswegen passt eigentlich auch alles. Aber es ist dennoch ärgerlich, in welcher Weise wir einige Spiele hergeschenkt haben. Das war nicht notwendig und daran waren wir selbst schuld. Wir haben trotzdem eine unfassbare Mentalität in der Mannschaft, die unbedingt das Aufstiegsziel erreichen möchte und dafür arbeiten wir jede Woche. Wir sind momentan sehr fokussiert und es bleibt spannend.

Wie wird es bei der Sportgemeinschaft zukünftig nach Ihrem Abgang, weitergehen?
Das kann ich aktuell nicht sagen. Ich wünsche mir, dass viele der Spieler bleiben und ein Trainer oder sportlicher Leiter kommt, der die Mannschaft erreicht. Die Möglichkeiten sind vorhanden und der Rest liegt bei den Verantwortlichen.

Welche Ziele peilen Sie dann kommende Saison mit der Eintracht an?
Wir planen natürlich für beide Ligen und sind in dieser Hinsicht bestens vorbereitet. Mein Ziel wird es sein, dass wir, egal in welcher Liga, oben mitspielen oder sogar aufsteigen. Dafür muss der Kader gut und vernünftig aufgestellt sein. An dieser Stelle gehts nicht immer nur um individuelle Qualität, sondern um die Mannschaft selbst. Alle müssen von Anfang ein Ziel haben. Vom Betreuer bis zum letzten Spieler. Es muss ein „Wir-Gefühl“ da sein, sonst schafft man es nicht.

Und abschließend, was möchten Sie langfristig mit dem SVE erreichen?
Ich freue mich erstmal riesig auf die neue Aufgabe bei der Eintracht. Ich habe einen Plan für die nächsten drei Jahre und das Ziel heißt ganz klar „Mittelrheinliga“. Aber dafür brauchen wir Ruhe und Struktur im Verein. Dafür wird sich einiges ändern und es beispielsweise künftig nicht mehr so eine starke Fluktuation innerhalb des Spielerkaders geben.

Autor: Fabian Basdorf

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