Alles auf Anfang

Das kölsche Fußball-Oberhaus dürfte spannend werden wie selten zuvor – die große RHEINFUSSBALL-Prognose.

19. August 2016, 17:23 Uhr

Auch in der neuen Saison geht es in der höchsten Klasse im kölschen Fußballkreis wieder rund: 16 Teams kämpfen um Punkte und Plätze. Wer schafft den Sprung in die Bezirksliga? Und wem droht der bittere Gang in die Kreisliga B? Anders als in den Vorjahren kristallisiert sich noch kein klarer Favorit für die Nachfolge von Kreismeister Rot-Schwarz Neubrück heraus. RHEINFUSSBALL checkt die Lage im kölschen Fußball-Oberhaus!

RSV Urbach

Nach 25 Jahren musste der RSV Urbach in diesem Sommer den bitteren Gang in die Kreisliga A antreten. Auch wenn der Stachel über den Abstieg von der Verbandsebene zunächst tief saß, hat sich der Verein kurz geschüttelt und freut sich nun auf die bevorstehende Saison. Mit einem verjüngten Kader und einem Durchschnittsalter von 23 Jahren will der Porzer Club eine solide Saison spielen. Das Wort Wiederaufstieg nimmt von den Verantwortlichen aber niemand in den Mund. „Das kann und darf nicht das Ziel sein, weil es uns verblenden würde für die Aufgaben. Die Kreisliga A wird kein Zuckerschlecken, da sind gute Teams dabei“, weiß Trainer Michael Cwikowski. Zudem sei die Art des Fußballspielens eine ganz andere – körperbetonter, ruppiger. Das müsse seine junge Truppe erst noch lernen.

SC West Köln

Nach dem insolvenzbedingten Abstieg fing sich der SC West Köln etwas zu spät, um direkt in die Bezirksliga zurückzukehren. Die imposante Serie von 15 Siegen aus 16 Spielen reichte nach dem verpatzten Start nicht für einen Platz unter den ersten zwei, lässt die Ehrenfelder nun aber bei vielen auf der Liste der Aufstiegskandidaten stehen. Davon will Trainer Jürgen Strumpen aber gar nichts hören. Eine mäßige Vorbereitung aufgrund zahlreicher Ausfälle bereitete ihm früh die Sorge, dass der Auftakt auch diesmal in den Sand gesetzt wird und die Westler mit einer schweren Hypothek in die Spielzeit gehen. In einer ausgeglicheneren Liga als letzte Saison wird sich der SC West mit den Toren von Stürmerstar Thiemo-Jerome Kialka dennoch oben einsortieren und im Kampf um die Kreismeisterschaft ein Wörtchen mitreden.

SpVg. Flittard

Ein eingespieltes Flittarder Team will ganz oben angreifen. / Foto: Zacharias

Wer auf Spektakel steht, ist bei der SpVg. Flittard goldrichtig. In der vergangenen Saison landete das Team von Trainer Benjamin Schiebahn auf dem 4. Rang, der Abstand zu den Aufstiegsplätzen betrug allerdings 21 Punkte. Trotzdem war es keine Seltenheit, dass Spiele für den Gegner in einem Desaster endeten: Ob das 8:1 gegen Bergfried Leverkusen, das 12:2 gegen Weiler-Volkhoven oder der 9:3-Kantersieg gegen Gremberg-Humboldt: Flittard bot den Zuschauern stets beste Unterhaltung. Auch in der kommenden Saison ist mit der SpVg. zu rechnen. Neben dem VfL Rheingold Poll und dem SC West zählt Flittard zum Kreis der Top-Favoriten auf den Aufstieg in die Bezirksliga. Dazu soll die 103-Tore-Offensive ihren Teil beitragen, damit das Team aus dem Kölner Norden am Ende der Saison ganz oben steht.

SV Schlebusch II

Mit der klaren Zielvorgabe „Klassenerhalt“ ging die Reserve des SV Schlebusch in die letzte Saison, das Ergebnis: ein beachtlicher 5. Platz. Vor allem in der Hinrunde performte der SVS II überraschend stark und hatte zu keinem Zeitpunkt etwas mit dem Abstiegskampf zu tun. Für die kommende Saison wird die Erwartungshaltung höher geschraubt und das Ziel ausgeschrieben, den fünften Platz zu bestätigen „Außerdem wollen wir versuchen, Spieler für die Erste zu ‚basteln‘, die neuen jungen Spieler zu integrieren und an das Niveau der Kreisliga A heranzuführen“, so der Trainer Markus Müller. Die Voraussetzungen sind gegeben, habe sich die Mannschaft in der Rückrunde und der aktuellen Vorbereitung doch „vor allem in der taktischen Flexibilität weiterentwickelt“, betont er. Vielleicht mausert sich Schlebusch II sogar zu einem Geheimfavoriten auf den Aufstieg.

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