19.01.2018

Alles wieder auf Null bei der Fortuna

Koschinat setzt gegen Jena gleich auf Allzweckwaffe Menz - Bröker ist auch im Kader

Thomas Bröker (l.) kam in der Winterpause vom MSV Duisburg in die Kölner Südstadt. Foto: Fortuna

Die Fortuna hat eine starke Hinrunde absolviert. Platz sechs, mit 33 Zählern liegen die Kölner nur drei Punkte hinter dem Relegationsplatz, den derzeit der SV Wehen Wiesbaden innehat. Allerdings haben die Südstädter auch seit sechs Spielen in der 3. Liga nicht mehr gewinnen können. „Beide Faktoren spielen eine Rolle“, sagt Uwe Koschinat vor dem ersten Pflichtspiel im neuen Jahr am Samstag zu Hause (14 Uhr) gegen den FC Carl Zeiss Jena.

„Für mich ist es wie ein Neustart. Ich bin voller Vorfreude. Nach den Verpflichtungen von Christoph Menz und Thomas Bröker sowie der Rückkehr von Bernard Kyere und Manuel Farrona-Pulido hoffe ich, dass wir zur alten Leistungsfähigkeit zurückfinden werden“, fügt der Trainer hinzu. Mit dem 29-Jährigen Menz hat Koschinat in der Abwehr eine Allzweckwaffe an Land gezogen. Der ehemalige Erfurter kann die Position des Sechsers, des Rechtsverteidigers und des Innenverteidigers jeweils gleich gut ausüben. Bei der Fortuna wird Menz nach den Ausfällen von Bone Uaferro und Moritz Fritz erst einmal im Zentrum der Defensive benötigt.

„Er war mein Wunschspieler. Es ist schon jetzt zu sehen, dass er die Mannschaft von hinten heraus sehr stark führen und lenken kann“, so Koschinat, der gegen Jena Kyere an dessen Seite stellen wird. Die Stärken des Ex-Lauterers sind seine Physis und Laufbereitschaft. „Bernard hat immer herausragende Spiele gemacht, wenn er sich an seinen Nebenmann anlehnen konnte“, sagt der Trainer, der neben Uaferro, Fritz und Maurice Exslager gegen den Aufsteiger auch auf Kristoffer Andersen und Aaron Eichhorn verzichten muss. Andersen hatte jüngst leichte muskuläre Probleme, er wird aber bereits ab Montag wieder trainieren. Beim jungen Außenverteidiger muss ein Einriss am Außenmeniskus operativ behandelt werden. Er fällt vier Wochen zirka aus.

Mit Bröker hat Koschinat einen Spieler „mit Wucht und Erfahrung hinzugewonnen, der von der Bank aus offensiv auch mal etwas verändern kann“. Offensiv habe man in der Hinrunde keine guten Offensiv-Einwechslungen gehabt. Der Coach hat nun wieder deutlich mehr Alternativen an der Hand. „Die Bank sieht wieder nach Drittliga-Fußball aus. Personell und taktisch kann ich wieder variabel agieren. Der Konkurrenzkampf ist wieder entfacht. Da hatten uns zuletzt die Gegner einiges voraus.“

Zwar steht Jena als Zwölfter momentan im gesicherten Mittelfeld. Dennoch rissen die Thüringer bislang auswärts keine Bäume aus. 20 seiner 24 Punkte holte der FC Carl Zeiss im heimischen Ernst-Abbe-Sportfeld. Mit Timmy Thiele fällt wohl auch der beste Angreifer der Gäste aus. Dennoch sagt Koschinat: „Wir müssen auf der Hut sein. Wenn Jena die Klasse halten will, müssen sie ihre Auswärtsbilanz aufbessern. Damit wollen sie in Köln anfangen.“ Der Fußballlehrer erwartet einen Gegner, der „nicht nur in der letzten Linie körperlich ordentlich zur Sache gehen wird.“ Jena werde sein „Heil in einer Defensivstrategie suchen. Wir müssen spielerische Dominanz aufbauen mit der notwendigen Absicherung nach hinten“.

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