10.09.2018

Auch Bunjaku kann Viktoria nicht retten

Viktoria Köln hat erstmals seit fast drei Jahren gegen Fortuna Düsseldorf II verloren. Die Niederlage offenbart aber auch eine große Stärke der Domstädter.

Bild: Peter Ciper

Als Felix Backszat in der 45. Spielminute zum Volley ansetzte und den Ball in unnachahmlicher Manier in den Düsseldorfer Winkel haute, war die Kölner Hoffnung auf einen positiven Spielausgang zurück. Für Backszat war es der erst zweite Treffer dieser Saison, für den Tabellenzweiten der insgesamt 13. – und dennoch ist der 28-jährige Mittelfeldspieler nach sieben Spieltagen einer der treffsichersten Spieler des großen Meisterschaftsfavoriten.

7 Spiele, 13 Tore, 9 Torschützen

Mit seinen bisher zwei erzielten Toren ist der 28-jährige Backszat gemeinsam mit Hamza Saghiri der zweitbeste Kölner Torschütze, lediglich Sven Kreyer hat den Ball einmal mehr über die gegnerische Linie drücken können. Neben Backszat, Saghiri und Kreyer konnten sich bislang sechs weitere Kölner in die Torjägerliste eintragen.

Mehr als neun unterschiedliche Torschützen kann in der Frühphase der Saison lediglich Rot-Weiss Essen vorweisen. Der aktuelle Tabellenführer hat zehn Vollstrecker in seinen Reihen, insgesamt aber auch schon viermal häufiger getroffen als die zweitgefährlichste Offensive der Liga. Zum Vergleich: Der TV Herkenrath hat bis dato ebenfalls 13 Torerfolge bejubeln können, aber vier unterschiedliche Torschützen weniger. Was angesichts dieser Zahlen deutlich wird: Einen echten Star scheinen die Kölner bislang noch nicht zu haben.

Albert Bunjaku der zukünftige Star der Mannschaft?


Mit der Verpflichtung des 48-maligen Bundesligastürmers Albert Bunjaku konnte Cheftrainer Patrick Glöckner kürzlich jedoch noch ein echtes Ausrufezeichen auf dem Transfermarkt setzen und den bislang vermisst geglaubten Topstar an den Rhein locken. Gegen die Fortuna durfte der Schweizer eine halbe Stunde lang ran, konnte die 1:2-Niederlage aber auch nicht mehr abwenden. Mit seinen 34 Jahren und mehr als 50 Toren im Profibereich dürfte der Ex-Nürnberger aber zweifelsohne zu den ganz großen Spielern der Liga gehören.

Wann sich Bunjaku als zehnter Kölner Vollstrecker in die Torschützenliste eintragen wird, steht aktuell noch in den Sternen. Die Wahrscheinlichkeit, dass dies zeitnah der Fall sein wird, ist angesichts seiner Qualitäten nur eine Frage der Zeit. Und dass neben Bunjaku auch noch viele andere Kölner wissen, wo das Tor steht, könnte sich während der langen Regionalliga-Saison als ausschlaggebender Faktor im Kampf um die Meisterschaft entpuppen. Denn dadurch macht sich die Mannschaft nicht von einzelnen Akteuren abhängig – und bleibt für den Gegner zumeist unberechenbar.


Quelle: Sven Bednarz / RevierSport

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